Zahnpasta: Welche ist die Richtige? Tipps und Infos

Öko-Test hat 36 Zahnpasta-Produkte auf ihre Inhaltsstoffe getestet

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Welche Inhaltsstoffe sollte eine gute Zahnpasta enthalten? (Bild: stevepb – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Zahnpasta benutzen wir alle täglich, denn unsere Zähne wollen gepflegt werden. Das Angebot an Zahnpflegeprodukten ist inzwischen so umfangreich, dass man garnicht mehr weiß, welche denn nun die richtige Zahnpasta sein soll. Wenn man den tollen Werbeversprechen der Hersteller glauben schenken soll, dann ist es eigentlich egal ob wir uns für die teure oder günstige Variante entscheiden, denn alle Versprechen uns die beste und nachhaltigste Zahnpflege, für gesunde strahlend weiße Zähne.

Zahnpasta im Öko-Test – die Ergebnisse

Woran soll man denn nun eine hochwertige Zahnpasta erkennen und hilft Fluorid tatsächlich dabei die Zähne zu schützen oder hat es gar negative Effekte? Berechtigte Fragen, die sich viele der Verbraucher stellen. Darum hat sich Öko-Test zum Ziel gesetzt, die besten Zahnpasta-Produkte ausfindig zu machen, diese zu vergleichen und auf bedenkliche Substanzen hin zu überprüfen. Schließlich dreht sich bei der Zahnpasta alles um das Thema Zahngesundheit und der Verbraucher möchte wissen, ob die Zahnpasta hält, was die Packungsbeschreibung verspricht.

Wozu braucht man Fluorid in Zahncremes

Festzuhalten gilt, dass das Verbrauchermagazin Öko-Test bestätigt, dass Fluoride in Zahncremes den Rückgang von Karies in den letzten 25 Jahren maßgeblich beeinflusst haben. Fluorid bekämpft Karies und sorgt dafür, dass dieser erst gar nicht entstehen kann. Voraussetzung hierfür ist, das regelmäßige und richtige Putzen der Zähne. Dadurch lässt sich die Bildung von Karies zuverlässig verhindern. Daher gilt, Fluorid in Zahncremes ist für die Zahngesundheit förderlich.

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Fluoride härten den Zahnschmelz (Bild: Kjerstin_Michaela – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Öko-Test hat dabei 14 von insgesamt 36 Zahnpasta-Produkten für empfehlenswert befunden. Drei der Produkte mussten mit mangelhaft und sogar sechs mit ungenügend bewertet werden. Ein Zusatz von 1.000 – 1.500 mg/kg Fluorid in den Zahncremes galt dabei als eine der Bewertungsgrundlagen. Getestet wurden Cremes von Discountern sowie Markenprodukte.

Welche bedenklichen Stoffe wurden in Zahnpasta gefunden?

Außer dem Fluorid, welches für einen widerstandsfähigen Zahnschmelz sorgen soll, und daher zu einer wichtigen Grundlage in einem Zahnpflegeprodukt gehört, fanden die Tester auch bedenkliche Inhaltsstoffe, wie beispielsweise das Natriumlaurylsulfat. In ingesamt 14 Zahncremes war diese Substanz enthalten, welche die Schleimhäute reizen und schädigen kann. Auch die sogenannten PEG/PEG-Derivate wurden in 8 Produkten gefunden. Diese gelten, aktuellen Studien zufolge, als krebserregend, da sie oft aus giftigen Erdöldederivaten gewonnen werden.

Achten Sie auf die Inhaltsstoffe

Im Fokus des Tests standen Inhaltsstoffe, die in Verdacht stehen Krebs zu fördern, wie die sogenannten halogenorganischen Verbindungen. Die halogenorganische Verbindungen, stehen nicht nur im Verdacht Krebs und die Antibiotikaresistenz gegen Bakterien zu fördern, sie gelten zudem auch als Auslöser für Allergien. Diese Verbindungen wurden beispielsweise in Markenprodukten wie Colgate Total und der Zahnpasta von Blend-A-Med Complete Plus extra frisch gefunden, wie der Test ermitteln konnte. Der Öko-Test hat letzlich gezeigt, dass neben den bekannten Marken, auch viele Discounter-Produkte mit „sehr gut“ bewertet werden konnten.

Kinder sollten nur für Kinder geeignete Zahnpasta benutzen

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Kinder sollten geeignete Kinderzahnpasta benutzen (Bild: collusor – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Kinder unter sechs Jahren sollten, so empfehlen Kinderärzte, fluoridfreie Zahnpasta benutzen. Jüngere Kinder können die Zahncreme noch nicht ausspucken, und Zahncreme ist ein Kosmetikprodukt, was nicht zum Verzehr geeignet ist. Die Hersteller WELEDA, ELMEX und LAVERA stellen Kinderzahnpasta mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen her, damit das Zähneputzen auch Spaß macht.

Worauf sollte man beim Kauf von Zahncreme achten?

Wie der aktuelle Öko-Test beweisen konnte, sollte man sich beim Kauf der Zahncreme nicht von großen Markennamen leiten lassen. Auch viele Discounter-Produkte besitzen die wichtigsten Merkmale für eine gesunde Zahn-Hygiene. Die mg-Angabe von Fluoriden kann dabei helfen, die optimale Zahnpasta zu finden. Empfohlen wird ein Zusatz von 1.000 bis 1.500 mg/kg. Verzichtet werden sollte auf Produkte, die halogenorganischen Verbindungen, PEG/PEG-Derivate, oder die Substanz Natriumlaurylsulfat, als Inhaltsstoffe, besitzen.

Mit Fluorid oder doch lieber ohne?

Wem der Zahnschmelz am Herzen liegt, der sollte zu einer Zahnpasta mit Fluorid greifen. Aus rein wissenschaftlichen Gründen, lässt sich die Kritik an Fluorid nicht umfassend erklären. Die Vorteile des Inhaltsstoffes überwiegen und schützen die Zähne auf gesunde Weise. Wer allerdings keine Fluoride in seiner Zahnpasta möchte, der sollte auf die Produkte von Naturkosmetikanbietern zurückgreifen. Dann ist es jedoch noch wichtiger, bei der Ernährung auf Lebensmittel zu setzen, die den Zahnschmelz nicht angreifen oder etwa kariesfördernd sind.

Ist Bio-Zahnpasta die bessere Wahl?

Nicht klar stellte sich im Öko-Test heraus, dass eine Bio-Zahnpasta grundsätzlich die bessere Wahl ist. Ohne den Zusatz der Fluoride, zeigen die Zahncremes weniger Erfolg beim Erhalt des Zahnschmelzes. So fand sich lediglich im Bio-Produkt Lavera Basis Sensitive Mint, die erforderliche Menge an Fluoride. Die meisten der anderen Zahncremes, aus dem Bio-Segment, verzichten völlig auf Fluorid.

Fazit

Zahncremes mit Fluorid helfen den Zahnschmelz zu schützen. Auf eine Zahnpasta, die die oben genannten schädlichen Inhaltsstoffe besitzt, sollte verzichtet werden. Ein kurzer Blick auf die Rückseite der Verpackung reicht meist aus, um die gesundheitsschädlichen Produkte zu entlarven. Generell empfiehlt sich auch der Kauf von Discounter-Produkten. Wie der Öko-Test gezeigt hat, halten viele der teuren Marken-Zahncremes nicht, was sie versprechen.

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Über Redaktion 39 Artikel
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3 Kommentare

  1. Hallo zusammen,
    dies ist ein sehr informativer Artikel. Es ist schwer gute Infos im Internet darüber zu finden.
    Dies wird mir bei meiner Recherche zu dieser Materie sehr weiterhelfen. Man sollte auch vorher sich bei einer Zahnarztpraxis genauer informieren, um z.B. eine Prophylaxe durchführen zu lassen.
    Vielen Dank dafür.

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