Tattoofarben – Gefahr für die Gesundheit

Worauf sollte man bei der Wahl des Tattoostudios achten?

Tattoofarben
Tattoofarben enthalten giftige Substanzen (Bild: licel– Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Tattoos sind bei vielen jungen Menschen immer noch sehr beliebt. Manche haben gleich mehrere davon, und keine Bedenken sich immer mehr Bilder auf ihren Körper prägen zu lassen. Wenn Zweifel aufkommen, dann meist nur, ob das Motiv auf Dauer auch gefallen wird, oder die Liebesschwüre, welche man sich auf der Haut verewigen lässt, wohl ebenso lang halten wie das Tattoo selbst. Das könnte jedoch langfristig gesehen das geringste Problem sein, denn beim Tätowieren lauern ganz andere Risiken.

Was passiert beim Tätowieren genau?

Wenn Ihr Euch ein Tattoo stechen lasst, rast die Nadel mit etwa neunzig Stichen pro Sekunde, circa zwei Milimeter tief in die Haut. Die Farbpigmente, welche mit der Nadel in die Haut eingebracht werden, werden zu einem relativ geringen Teil von den Körperzellen im Hautgewebe eingekapselt und sind dann als Tätowierung auf der Haut sichtbar. Der überwiegende Teil der Farbbestandteile wandert im Körper weiter und setzt sich dauerhaft in den Organen, den Zellen und im Gewebe ab. Das sollte zu denken geben!

Inhaltsstoffe von Tattoofarben

Ruß, Arsen, Autolack, Formaldehyd, Blei, Nickel und Antimon sind nur enige der Inhaltsstoffe, welche in Tattoofarben enthalten sein können. Allergische Reaktionen und Hautreizungen sind nur das sichtbare, aber eher „kleinere“ Problem. Bedenklicher ist, dass der überwiegende Teil dieser Substanzen durch den Körper geschwemmt wird, und sich nicht nur stofflich, sondern auch farblich in den Lymphknoten absetzt, in die Leber gelangt und vermutlich auch ins Gehirn.

Rechtliche Grundlagen für Tätowierer

Will man in Deutschland als Tätowierer arbeiten, sind dafür aktuell keine rechtlichen Voraussetzungen zu erfüllen. In der Regel sucht sich der angehende Tätowierer einen Kollegen, welcher bereit ist ihn auszubilden. Das ist schon erstaunlich, denn immerhin hantiert der Tätowierer mit Nadeln und Farbe auf der Haut, dem größten Körperorgan des Menschen. Hierbei fließt Blut, und alles ohne verbindliche Qualitäts- oder Hygienestandards. Denn nicht nur von den Tattoofarben geht ein großes Risiko für die Gesundheit aus. Wo nicht steril gearbeitet wird, lauern noch ganz andere Gefahren, wie beispielsweise die Übertragung von Hepatitis C.

Kriterien bei der Auswahl des Tattoostudios

Wer sich ein Tattoo stechen lassen möchte, ist gut beraten sich auf der Internetseite des Verbandes der Deutschen Organisierten Tätowierer zu informieren. Alle dort gelisteten Mitglieder haben sich bestimmten Qualitäts- und Leistungsstandards in ihren Tattoostudios verpflichtet. Zudem werden sie regelmäßig von unabhängigen Stellen überprüft, und bilden sich in Fachseminaren weiter. Bestimmt findet Ihr dort ein vertrauenswürdiges Studio in Eurer Region.

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