Sonnenallergie: Ursachen – Symptome – Therapie

Bei polymorpher Lichtdermatose hilft vor allem konsequenter Sonnenschutz!

Sonnenallergie
Endlich wieder Sonne (Bild: ollis_picture - Pixabay.com - CC0 Public Domain)

Bei der Bezeichnung „Sonnenallergie“ oder „Lichtallergie“ handelt es sich um umgangssprachliche Begrifflichkeiten für eine Reihe unterschiedlicher Erkrankungen, wobei Sonnenlicht, insbesondere der UV-Anteil des Lichts, eine zentrale Rolle spielt. Die Sonnenallergie (Polymorphe Lichtdermatose), auch als Sonnenekzem bekannt, ist in Mitteleuropa weit verbreitet, und trifft circa jeden zehnten Menschen.

Frauen sind häufiger von einer Sonnenallergie betroffen als Männer. Kinder und junge Erwachsene häufiger, als alle andere Altersgruppen. Über den Auslöser der Erkrankung besteht, von wissenschaftlicher Seite her, derzeit noch Unklarheit.

Welche Symptome zeigen sich bei einer Sonnenallergie?

Nach den grauen Wintermonaten, freut man sich auf die ersten schönen sonnenreichen Tage im Frühling, und will diese natürlich auch im Freien genießen. Kaum wieder zu Hause, fängt die Haut an sich zu röten und zu jucken. Dies könnten Anzeichen einer Sonnenallergie sein. Gerade, wenn die Haut sonnenentwöhnt, und dann einer relativ hohen Dosis der UV-Strahlung der Sonne ausgesetzt ist, zeigen sich diese Symptome.

Symptome erst Stunden oder Tage später

Manchmal wenige Stunden, manchmal auch wenige Tage nach dem Aufenthalt in der Sonne. Betroffen von den Hautirritationen sind dann meist die Körperstellen, welche den UV-Strahlen der Sonne direkt ausgesetzt waren. Vorallen das Dekolleté, Hals und Gesicht, Hände, oder auch Arme und Beine.

Typische Symtome
  • Auf der Haut bilden sich rote Flecken
  • Die Haut fängt an zu jucken, mit unter auch sehr starker Juckreiz
  • Es bilden sich kleine Bläschen und Knötchen auf der Haut

Die einzelnen Symptome können bei jeden Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt sein. So kann sich zum Beispiel auch nur eines der aufgezählten Symptome zeigen. Meist bilden sich diese Hautreaktionen nach wenigen Stunden, oder Tagen wieder zurück, ohne das man Narben oder bleibende Hautschädigungen befürchten muss.

Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen

Allerdings treten diese Beschwerden meist wieder auf, sobald die Haut den UV-Strahlungen der Sonne erneut ausgesetzt ist. Daher ist es ratsam, die betroffenen Hautpartien vorerst mit Kleidung, und Lichtschutzmittel vor der Sonne zu schützen, und sich langsam an die vermehrte UV-Strahlung der Sonne zu gewöhnen. Auch wenn es sehr verlockend ist, nach einer sonnenarmen Jahreszeit, sich in den ersten Urlaubstagen gleich mal ein ausgedehntes Sonnenbad zu gönnen, empfehlenswert ist es nicht.

Sonnenallergie
Es ist ratsam massive UV-Strahlung zu meiden (Bild: Unsplash – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Unzureichender Schutz vor den UV-Strahlungen der Sonne, kann nicht nur die Symptome einer Sonnenallergie auslösen, sondern auch einen ordentlichen Sonnenbrand erzeugen. Im Verlaufe des Sommers, gewöhnt sich die Haut an die UV-Strahlen der Sonne. Ihr Schutzmechanismus verstärkt sich, die Hornhaut wird dicker, und das Risko für eine Sonnenallergie oder einen Sonnenbrand wird geringer. Meist haben die Betroffenen dann keine Symptome der Sonnenallergie mehr. Allerdings können sich die Beschwerden im nächsten Jahr erneut zeigen.

Welche Ursachen können eine Sonnenallergie auslösen?

Allergie als Ursache – bisher nur Theorie. Sicher ist, dass Sonnenlicht eine wesentliche Rolle beim Auslösen der Krankheit spielt. Wissenschaftler vermuten, dass die Sonnenstrahlen ein Allergen im Körper hervorrufen. Dies kann eine körpereigene Substanz, aber auch ein von außen zugeführter Stoff sein, welcher eine Reaktion mit dem Sonnenlicht eingeht. Der so umgewandelte Stoff, lässt die Abwehrzellen des Immunsystem die vermeintlich schädliche Substanz bekämpfen.

Im Ergebnis stellen sich ähnliche Symptome, wie bei einer Allergie ein. Das ist aber alles nur Theorie. Wissenschaftliche Beweise, für einen bei „Sonnenallergie“ entstandenen Allergieauslöser, gibt es dafür bisher noch nicht.

Freie Radikale – könnten auch als Ursache gelten. Sicher ist, dass die energiereiche Strahlung der Sonne, die Bildung freier Radikale in der Haut anregt. Die freien Radikale gehen chemische Bindungen ein, welche manchmal unerwünschte Reaktionen hervorrufen. In der Regel, fangen die Antioxidanzien in unserem Körper die freien Radikale ab.

Sonnenallergie
Kosmetische Produkte können Ursache für Allergien sein (Bild: chezbeate – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Nun besteht die Vermutung, dass bei der „Sonnenallergie“ dieses Unschädlichmachen der freien Radikale dem Körper vielleicht nicht im ausreichendem Maße gelingt. Somit wird unserer körpereigenes Abwehrsystem aktiviert, in Folge dessen sich Krankheitssymptome zeigen. Jedoch gibt es auch für diese Vermutung keine wissenschaftlichen Beweise.

Bekannte Ursachen

Bekannte Ursachen für „Sonnenallergien“ sind zum Beispiel die Interaktion von bestimmten Medikamenten zum Sonnenlicht. Möglich ist auch eine chemische Reaktion zwischen dem Sonnenlicht und beispielsweise der aufgetragenen Hautcreme oder Sonnenmilch. Umfangreiche Informationen dazu finden Sie zum Beispiel im Ärzteblatt unter: Lichtdermatosen. Eine Sonnenallergie kann jederzeit auftreten, auch wenn man bisher die Sonne immer gut vertragen hat.

Erste Hilfe und Therapie bei einer Sonnenallergie

Wurde als Ursache für die Beschwerden eine „Sonnenallergie“ (polymorphe Lichtdermatose) festgestellt, sollte die Haut als erstes vor weiteren UV-Strahlen geschützt werden. Erste Hilfe bringen oft kühlende, feuchte Umschläge. Schützen Sie die Betroffenen Körperteile mit entsprechender Kleidung vor weiterer UV-Strahlung. Wenn Sie konsequent die betroffenen Körperstellen vor weiterer UV-Strahlung schützen, bilden sich die Hautirritationen meist schnell zurück, und der quälende Juckreiz klingt ab.

Bei hartnäckig anhaltenden Beschwerden, ist es ratsam einen Facharzt zu konsultieren. Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Abklingen der Beschwerden medikamentös zu unterstützen. Eventuell kann Ihnen eine entzündungshemmende, kortisonhaltige Salbe zum Auftragen helfen, die Beschwerden zu lindern.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Sonnenallergie

Unbedeckte Hautpartien sollten Sie reichlich mit einer Sonnencreme, mit sehr hohem Lichtschutzfaktor, eincremen. Wählen Sie möglichst ein unparfümiertes Produkt, ohne Konservierungsstoffe. Meiden Sie zwischen 11 und 15 Uhr die Mittagssonne, dann ist die UV-Strahlung am Stärksten.

Sonnenallergie
Meiden Sie die pralle Mittagssonne (Bild: jill111 – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
In schweren Fällen von „Sonnenallergie“ (polymorpher Lichtdermatose) kann vorbeugend, ein paar Wochen vor den Sommermonaten, eine ärztlich überwachte Phototherapie hilfreich sein. Dabei wird die Haut genau dosiert mit UV-Licht bestrahlt, um somit eine Licht-Abhärtung der Haut zu erwirken. Die Haut soll sich auf diese Weise kontrolliert langsam an die Sonne gewöhnen, um die Beschwerden zu minimieren.

Im Sonnenstudio vorbräunen

Von der Idee, vor den Sommermonaten, oder etwa vor einer geplanten Reise in die Sonne, im Sonnenstudio „vorzubräunen“, und so die Haut „abzuhärten“, raten Dermatologen dringend ab. Dies fördert nicht nur vorzeitige Hautalterung, sondern erhöht auch deutlich das Hautkrebs-Risiko, da sind sich die Experten einig.

Verwendung von Selbstbräunern

Auch Selbstbräuner schützen die Haut nicht vor UV-Strahlung. Nur wenige Produkte enthalten zusätzliche UV-Filter. Selbstbräuner enthalten eine Anzahl von Wirkstoffen, welche durch eine chemische Reaktion mit den Aminosäuren und Proteinen der Hornschicht, diese in circa drei bis sechs Stunden bräunlich verfärben. Da die Haut sich unentwegt erneuert, verschwindet die Bräune nach einigen Tagen wieder. Die Sonnenempfindlichkeit der Haut bleibt unverändert.

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