Selbstbräuner: Worauf sollte man bei Selbstbräunern achten? Tipps und Infos

Kann die Anwendung von Selbstbräunern der Gesundheit schaden?

Selbstbraeuner
Viele Menschen wünschen sich eine gebräunte Haut (Bild: TerriC – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Selbstbräuner sind gerade jetzt besonders beliebt, denn so sehnsüchtig wie wir auf den Sommer warten, unsere Haut hat noch vornehme Winterblässe, und ist optisch noch nicht bereit für das kurze Sommerkleid. Viele möchten daher vorbräunen und da kommt der Bräunungsbeschleuniger auf den Plan. Aber worauf sollte man beim Kauf von Selbstbräunern achten, und wie wählt man den richtigen Farbton? Wir haben hierbei mal ein paar Infos für Euch zusammengestellt.

Worauf sollte man beim Kauf von Selbstbräuner achten?

Selbstbäuner gibt es in verschiedenen Bräunungsintensitäten – als Creme, Gel, Lotion, Spray oder Schaum. Die Inhaltsstoffe dieser Bräunungsbeschleuniger treiben den Bräunungsprozess voran. Die für die Bräunung der Haut verantwortlichen Melanine zeigen, nach dem Auftragen dieser Produkte, schnell eine sichtbare Bräunung der Haut. Dabei kurbeln sie die Melanin Produktion der Hautzellen an, denn je mehr Melanine in der Haut vorhanden sind, je intensiver die Bräunung.

Selbstbraeuner
Die Produktpalette an Selbstbräunern ist groß (Bild: arsen9236 – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Beim Kauf von Selbstbräunern kann man zwischen verschiedenen Bräuningsintensitäten wählen. Für ein optisch gelungenes Ergebnis, sollte man nicht zu stark von der natürlichen Hautfarbe und vom Hauttyp abweichen. Bei den Produkten wird zwischen Selbsbräunern für das Gesicht und dem Körper unterschieden. Die Produkte für das Gesicht haben meist eine cremigere Konsistenz, um das Auftragen sorgfältiger und präziser ausführen zu können. Die Selbstbräuner für den Körper sind eher milchig und dünnflüssiger, so kann man sie leichter über größere Körperflächen verteilen.

Selbstbräuner schützen nicht vor schädlicher UV-Strahlung

Man muss wissen, dass Selbstbräuner, anders als Sonnencreme, nicht vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Es gibt allerdings einige Produkte, welche auch einen zusätzlichen UV-Filter enthalten. Falls der Selbstbräuner Ihrer Wahl keinen UV-Filter enthält, sollten Sie beim Sonnenbaden keinesfalls das für Sie geeignete Lichtschutzmittel vergessen.

Wie trägt man Selbstbräuner richtig auf?

Die Anwendung von Bräunungsbeschleunigern erfordert etwas Erfahrung im Auftragen, damit eine möglichst gleichmäßige und natürlich wirkende Bräunung erreicht wird. Hautstellen an denen die Hornhaut dicker ist, beispielsweise an den Knien oder Ellenbogen, reagieren stärker auf Selbstbräuner. Dort sollte das Produkt demzufolge sparsamer eingesetzt werden, damit es nicht zu einer fleckigen ungleichmäßigen Bräunung der Haut kommt.

Selbstbraeuner
Gebräunte Haut, hierzulande ein Schönheitsideal (Bild: AdinaVoicu – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Falls es beim ersten Auftragen nicht gleich klappt, manchmal braucht es etwas Übung, um die optimale Anwendung und das passende Produkt zu finden. Hierbei noch ein paar hilfreiche Tipps für den Einsatz von Selbstbräunern:

  • Machen Sie am besten vor dem Auftragen von Selbstbräunern ein Körperpeeling und entfernen Sie so abgestorbene Hautschüppchen
  • Um eine einheitliche Bräunung der Haut zu erreichen, tragen Sie das Produkt gleichmäßig, mit kreisenden Bewegungen, auf die gereinigte und trockene Haut auf
  • Verwenden Sie das Produkt an stärker verhornten Hautstellen, wie beispielsweise Knien, Ellenbogen oder Ferse besonders sparsam
  • Sparen Sie den Haaransatz und die Augenbrauen aus
  • Tragen Sie Selbstbräuner grundsätzlich eher sparsam auf und wiederholen Sie die Anwendung bei Bedarf lieber, denn so wird die Bräunung gleichmäßiger
  • Waschen Sie sich nach der Anwendung gründlich mit Seife die Hände, sonst verfärben sich die Handinnenflächen
  • Ziehen Sie Ihre Kleidung erst wieder an, wenn der Selbstbräuner vollständig in die Haut eingezogen ist, um die Verfärbung Ihrer Textilien zu vermeiden. Aus Seide und Wolle lassen sich die Farbstoffe besonders schwer entfernen
Selbstbraeuner
Selbstbräuner zeigt schnell seine Wirkung (Bild: PublicCo – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

In der Regel ist das endgültige Ergebnis der Bräunungsbeschleuniger, nach einer Einwirkzeit von circa drei bis sechs Stunden auf der Haut abgeschlossen. Da sich die Hautzellen ständig erneuern, verblasst die Bräune nach einigen Tagen wieder.

Wie sicher sind Selbstbräuner für die Gesundheit?

In diesem Teil der Welt wünschen sich die Menschen eine schön gebräunte Haut, was der Kosmetikindustrie enorme Gewinne beschert. Da die Risiken von Solarien und ausgedehnten Sonnenbädern, inzwischen hinreichend bekannt sind, scheint der Selbstbräuner eine gesündere Alternative zu sein. Die Substanz, welche die Bräune aus der Flasche hervorruft, nennt sich Dihydroxyaceton (DHA), ein farbloser Zucker.

Die chemische Reaktion der Haut

Durch die Verbindung von DHA mit den freien Aminogruppen der Eiweiße in den äußeren Schichten der Haut, bilden sich braune Pigmente. Diese chemische Reaktion der Haut entsteht ziemlich schnell nach dem Auftragen des Selbstbräuners, was auch stets mit einer bestimmten Geruchsbildung einhergeht, die von den meisten Menschen als unangenehm empfunden wird. Wie ausgeprägt diese Geruchsbildung ist, hängt immer mit der ganz individuellen Hautchemie zusammen. Kosmetikhersteller versuchen diese unerwünschte Begleiterscheinung mit zusätzlichen Duftstoffe zu kaschieren.

Vorsicht vor der Bildung von Formaldehyd

Das Dihydroxyaceton (DHA) im Selbstbräuner ist nicht ganz unproblematisch. Denn wird der Selbstbräuner länger gelagert oder ist Wärme ausgesetzt, zerfällt die Substanz Dihydroxyaceton und es entsteht Formaldehyd. Dieser chemische Prozess wird noch durch den Umstand, dass die meisten Produkte viel Wasser enthalten, beschleunigt. Mehr Informationen über die Wirkung von Formaldehyd auf die Gesundheit finden Sie auf den Internetseiten des Bundesamtes für Umwelt.

Für die Nutzung unseres Online-Portals informieren Sie sich bitte über die Nutzungsbedingungen.

1 Kommentar

  1. Danke für die interessanten Infos, habe wieder was dazu gelernt. Ich benutze meinen Selbstbräuner immer nur mal sporadisch, der ist dann also oft schon 1-2 Jahre alt. Den Hinweis, dass dieses DHA sich in Formaldehyd wandelt, sollten die Hersteller schon mal auf die Produktverpackung schreiben, finde ich, dann weiß man zumindest, dass man das Produkt schnell verbrauchen sollte. Das ist ja schon krass, wenn man sich u.U., dass Formaldehyd nichts ahnend ins Gesicht schmiert. Also ich brauche keinen Selbstbräuner mehr!

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*