Schwangerschaft: Tipps für Schwangere

Die drei Phasen der Schwangerschaft im Alltag

Schwangerscaft
Sich auch während der Schwangerschaft wohl fühlen (Bild: shultz - Pixabay.com - CC0 Public Domain)

Die Schwangerschaft, der Körper einer Frau im positivem Ausnahmezustand. Das Wissen, dass im Bauch, das vielleicht schon lang ersehnte Baby heranwächst, lässt viele Schwangere in den ersten Wochen auf einer Woge des Glücks schweben. Auch wenn manchen die anfänglichen Unpässlichkeiten wie Übelkeit, Müdigkeit und die wechselhaften Launen zu schaffen machen, strahlen die meisten Schwangeren vor Glück.

Das erste Drittel der Schwangerschaft im Alltag

Gerade im ersten Drittel der Schwangerschaft, ist der Körper sehr damit beschäftigt sich umzustellen. Das kann bedeuten, dass Sie von morgendlicher Übelkeit geplagt werden, sich schlapp fühlen, morgens langsamer in den Tag starten, und von von bleierner Müdigkeit befallen werden. Die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft zeigt sich auch auf emotionaler Ebene, so werden Sie vielleicht dünnhäutiger und reagieren sensibler in manchen Situationen. All das ist ganz normal und gibt sich mit der Zeit.

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Holen Sie sich den Duft von Lavendel ins Haus (Bild: brenkee – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Positive Wirkung von Echtem Lavendel

Eine positive Wirkung einerseits gegen die Übelkeit, aber vor allem auch eine wissenschaftlich mehrfach nachgewiesen positive Wirkung auf die Psyche hat das ätherische Öl des Echten Lavendel. Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Die wirksame Heilkraft des Echten Lavendel.

Sensibilität der Brüste

Rein körperlich empfinden die meisten Schwangeren in dieser Phase eine gesteigerte Senibilität der Brüste und des Bauches. Auch wenn Sie in den ersten Monaten der Schwangerschaft meist noch Ihre gewohnte Kleidung tragen können, sollten Sie darauf achten, dass Sie nicht’s einschnürt und einengt. Am besten ist daher Kleidung aus dehnbaren, angenehm weichen Material.

Bewegung an frischer Luft

Gestalten Sie sich Ihren Arbeitsalltag so, dass Sie Ihre Pausen wirklich gut für sich nutzen können. An Stelle in die Betriebskantine zu gehen, machen Sie in Ihrer Mittagspause beispielsweise lieber einen schönen Spaziergang und erfreuen sich an der frischen Luft. Versuchen Sie Ihre Schwangerschaft von Beginn an zu genießen, und sich mit Freude auf das neue Leben einzustimmen.

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Genießen Sie Spaziergänge an frischer Luft (Bild: PhotoGranary – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Das zweite Drittel der Schwangerschaft im Alltag

Der Körper hat sich nunmehr umgestellt, und die anfänglichen Unpässlichkeiten haben sich gelegt. In der Regel ist die zweite Phase der Schwangerschaft meist von vielen angenehmen Umständen begleitet. Rein optisch stellen viele Schwangere plötzlich fest, dass die Haut auch ohne Make up perfekt schön ist. Die verbesserte Durchblutung und die Hormone lassen Hautprobleme oder Hautunreinheiten plötzlich wie von selbst verschwinden.

Die kritische Phase ist vorbei

Jetzt haben Sie auch die sogenannte kritische Phase einer Schwangerschaft überstanden. Das Riskio einer Fehlgeburt minimiert sich, und nun entscheiden sich auch die meisten Schwangeren, die freudige Erwartung Ihrem Umfeld, dem Arbeitgeber und Kollegen mitzuteilen. Zumindest der Arbeitgeber sollte informiert werden, da er gesetzlich dazu verpflichtet ist Ihnen Mutterschutz zu gewähren. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: Mutterschutzgesetz

Der Bauchumfang nimmt zu

Der Umfang Ihres Bauches nimmt stetig zu, und damit auch das Risko Schwangerschaftstreifen zu bekommen. Schwangerschaftstreifen sind Risse in der Unterhaut, welche durch die massive Dehnung der Haut entstehen. Ob Ihre Haut Dehnungsstreifen erleidet, hängt mit der Beschaffenheit des Bindegewebes zusammen. Nicht jede Schwangere ist davon betroffen, aber man kann auch durch vorbeugende Pflege etwas dagegen tun. Eine Garantie Schwangerschaftstreifen hunderprozentig zu vermeiden, gibt es allerdings nicht. Zur Vorbeugung sollte man beispielsweise eine zu schnelle Gewichtszunahme vermeiden.

Natürliche Nahrungsmittel
Natürliche Lebensmittel sind die beste Ernährung (Bild: geralt – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Achten Sie daher von Beginn an auf eine gesunde Lebensweise und eine ausgewogene und natürliche Ernährung. Schwangere müssen nicht für zwei essen, sollten sich aber auch weiterhin viel an frischer Luft bewegen. Um die Elastizität der Haut zu erhöhen, sollten Sie sich morgens und abends eine Massage mit einem qualitativ hochwertigen Hautöl gönnen. Sie können vorab die Haut mit einer weichen Bürste leicht massieren und danach sanft das Hautöl auftragen. Das fördert die Durchblutung der Haut und auch das allgeimen Wohlbefinden.

Lockere Kleidung wird gebraucht

Inzwischen wird Ihre gewohnte Kleidung hier und da reichlich zwicken, und Sie sollten sich etwas schönes, passend der neuen Körperformen gönnen. Es gibt derzeit so tolle Kleidung für Schwangere, da sollte jeder fündig werden. Beispielsweise gibt es Schwangerschaftshosen* mit verstellbaren Bund. Diese wachsen quasi mit dem Bauch mit, und passen sich geschmeidig an den neuen Umfang an.

Öfter mal eine Pause machen

Auch wenn Sie sich körperlich fit und voller Energie fühlen, bauen Sie regelmässige Pausen zur Erholung in Ihren Alltag ein. Machen Sie es sich schön. Gönnen Sie sich ein schönes Bad zur Entspannung, und machen Sie es sich bei Ihrer Lieblingsmusik mit einem Kakao, oder was Sie sonst so mögen, auf dem Sofa bequem, und denken Sie an das was Sie glücklich macht.

Den Partner mit einbeziehen

Während die werdende Mutter, mit allen körperlichen Begeleiterscheinungen und allen seelichen Empfindungen, ihre Schwangerschaft intensiv durchlebt, ist der werdende Vater eher außen vor. Es soll aber auch werdende Väter geben, welche aus Solidarität Essgelüste entwickeln, und damit einen ähnlichen Bauchzuwachs vorweisen können. Andere registrieren die Veränderungen eher mit wachsender Verunsicherung, ob der anstehenden Aufgaben und bevorstehenden Herausforderungen, welche auf sie zukommen.

Schwangerschaft
Der Partner sollte am Schwangerschaftsprozess teilhaben (Bild: takmeomeo – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Letztlich muss kein Partner am Erleben der Schwangerschaft seiner Partnerin ausgeschlossen sein. Es gibt viele Möglichkeiten die schwangere Partnerin zu unterstützen und dieses Naturereignis gemeinsam zu genießen. Auf jeden Fall sollte man am Prozess teilhaben, beispielsweise die Bauchmassage übernehmen und eventuelle Schwangerschaftsorgen verstehen.

Das letzten Drittel der Schwangerschaft im Alltag

In der letzten Phase der Schwangerschaft wird das alltägliche Leben etwas beschwerlicher. Das liegt nicht zuletzt am gewachsenen Bauchumfang, welcher Schuhe anziehen zu einer Herausforderung werden lassen kann. Dennoch hat gerade auch das letzte Drittel der Schwangerschaft besonders schöne Seiten.

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Genießen Sie Ihre Schwangerschaft zu jeder Zeit (Bild: Tasha – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Die Vorfreude auf das Baby steigert sich von Tag zu Tag. Man beschäftigt sich mit der Erstausstattung, sucht einen schönen Kinderwagen aus. Vielleicht machen Sie sich eine Check-Liste für die Sachen, welche Sie für den Tag X noch besorgen müssen. Allerdings sollte man sich auch nicht zu sehr stressen, alles perfekt machen zu wollen, und bloß nicht’s zu vergessen. Wir leben in einer Zeit in der alles, fast rund um die Uhr, zu beschaffen ist.

Es wird körperlich beschwerlicher

Das Baby ist jetzt so groß, dass es die gesamte Gebährmutter ausfüllt, und die Organe, wie Magen und Lunge einengt. Das kann zu Kurzatmigkeit und zu Sodbrennen führen. Von Sodbrennen im letzten Drittel der Schwangerschaft sind 60 bis 70 Prozent aller Schwangeren betroffen. Auch wenn das sehr unangenehm ist, es stellt weder für Sie noch für Ihre Baby eine gesundheitliche Gefahr dar.

Besser kleine Mahlzeiten einnehmen

Leiden Sie unter Sodbrennen, dann sollten Sie nur kleine Mahlzeiten einnehmen. Verzichten Sie auf Sodbrennen auslösende Nahrungsmittel, wie fette und zu stark gewürzte Speisen, raffinierten Zucker und Kohlensäure. Bleiben Sie nach der Mahlzeit mindesten eine Stunde aufrecht sitzen. Leiden Sie auch in der Nacht an Sodbrennen hilft meist ein hochgelagerter Oberkörper.

Der Schlaf kann gestört sein

Im letzten Drittel der Schwangerschaft wird alles etwas beschwerlicher. Das Gewicht des Babys drückt auf die Blase, man kann auf Grund des dicken Bauches kaum mehr schlafen, Rücken und Gelenke schmerzen, und morgens kommt man nicht mehr so leicht aus dem Bett. Versuchen Sie diese Umstände mit Geduld und viel Humor zu nehmen. Sie sind auf der Zielgeraden, die Zeit geht schnell vorbei.

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Die Vorfreude und der Bauch wächst (Bild: PublicDomainPicture – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Genießen Sie die Phase als Hochschwangere, in der Sie Ihr Baby durch seine regelmässigen Kindsbewegungen spüren, ganz besonders. Vielleicht meditieren Sie oder haben andere Methoden zur Entspannung um in Kontakt mit Ihrem Baby zu treten. Das sind wunderbare und ganz besondere Momente, welche Sie mit Ihrem Baby verbinden. Vertrauen Sie Ihrem Körper und den ganz natürlichen Vorgängen.

Wieviel Sport verträgt das Baby im Bauch?

Während der Schwangerschaft muss die werdende Mutter nicht auf Ihre Trainingseinheiten verzichten. Mediziner und Sportwissenschaftler sind sich einig, dass regelmässiges Training sich eher sogar positiv auswirkt. Regelmässiger Sport hält die Schwangere nicht nur fit, er vermindert auch die typischen Schwangerschaftsbeschwerden wie Wassereinlagerungen, Rückenprobleme, Depressionen, zu übermässige Gewichtszunahme und Schwangerschaftsdiabetes.

Leichte Ausdauersportarten

Empfehlenswert sind vor allem Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren, Walken, aber auch Trainingseinheiten im Yoga und Pilates. Immer Ihrer individuellen Fitness und dem persönlichem Wohlempfinden angemessen. Regelmässiger, selbst intensiver Sport in der Schwangerschaft hat, laut einer US-Studie, keinerlei negative Auswirkungen auf den Fötus oder den gesunden Verlauf einer Schwangerschaft. Mehr dazu lesen Sie hier: Studie der J.H. University School of Medicine.

Auf diese Sportarten sollte verzichtet werden

Generell verzichten sollten Schwangere allerdings auf Risikosportarten wie beispielsweise dem Reiten, Skilaufen, Tauchen, oder auch auf sämtliche Kampfsportarten. Sportarten mit einem Gegnerkontakt, oder mögliche Stürze bieten ein zu großes Risiko, dass das Baby oder die werdenden Mutter Schaden nimmt.

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Wenn es da ist, ist es das Schönste auf der Welt (Bild: TawnyNina – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Von bestimmten intensiven Übungen der geraden Bauchmuskulatur raten Ärzte, ab dem fünften Schwangerschaftsmonat, ab. Die Beckenmuskulatur und auch die seitliche und schräge Muskulatur des Bauches darf hingegen bis zum Ende der Schwangerschaft trainiert werden.

Sprechen Sie Ihre Sporteinheiten immer mit Ihren Arzt ab

Ihre Sporteinheiten sollten Sie dem Verlaufe der Schwangerschaft individuell anpassen, und am besten mit Ihrem Arzt absprechen. Gerade im letzten Drittel der Schwangerschaft sorgt schon das Wachstum des Babys und damit der Bauchumfang der werdenden Mutter dafür, die Sporteinheiten zu reduzieren.

Schonen Sie die Gelenke

Die Mehrbelastung durch das erhöhte Gewicht führt oft zu Schmerzen in den Kniegelenken oder im Becken. Ein Anzeichen dafür, dass das Training zu intensiv war. Grundsätzlich müssen Sie in dieser Phase der Schwangerschaft nicht auf gemäßigten Sport verzichten. Viele empfinden Schwimmen als besonders angenehm, da dabei das Gewicht auf die Gelenke spürbar reduziert wird.

Wir empfehlen Ihnen die hier ganz allgemein gehaltenen Tipps und Ratschläge, sowie Ihre eigenen individuellen Trainingsvorhaben und Sporteinheiten mit Ihrem behandelnden Arzt abzusprechen. Das gilt natürlich umso mehr für Risikoschwangere. Nur Ihr Arzt kann letztlich beurteilen, ob Ihr Trainingspensum und die gewählte Sportart, aus medizinischer Sicht, unbedenklich für Sie sind.

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