Migräne: Rat und Hilfe gegen den Schmerz

Migräne mehr als nur Kopfschmerzen - Risikofaktoren kennen und vermeiden!

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Migräne - wenn der Kopfschmerz unerträglich wird (Bild: geralt – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Die am häufigsten auftretende neurologische Erkrankung ist die Migräne. Inzwischen mehr als 18 Millionen Deutsche leiden regelmäßig unter dem schlimmen Kopfschmerz. Das ist schon jeder dritte Erwachsene. Jedoch kann die Migräne bereits im Kindesalter auftreten und ist somit zu einem generationenübergreifenden Problem.

Der Migräneanfall – das Gewitter im Kopf

Ein Migräneanfall kommt oft unverhofft und kann das Leben des Betroffenen massiv beeinträchtigen. Bis zu 72 Stunden kann ein Migräneanfall dauern. Seltener bleibt der Schmerz im Kopf und muss als chronisch angesehen werden. Statistisch gesehen tritt die Erkrankung häufiger bei Frauen als bei Männern auf. Besonders bei Frauen die die Antibaby-Pille als Verhütungsmittel nehmen, kann durch den Eingriff in den Hormonhaushalt die Migräne begünstigt werden.

Auch ein ungesunder Lebensstil, der von wenig Schlaf und einem hohen Stresspensum geprägt ist, kann das Auftreten einer Migräne heraufbeschwören. Doch was hilft gegen den stechenden Kopfschmerz, der oft in Verbindung mit Übelkeit, Lichtempfindlichkeit und weiteren Symptomen auftritt.

Anzeichen für das Auftreten einer Migräneattacke

In 80 Prozent aller Erkrankungsfälle tritt die Kopfschmerzattacke ohne vorherige Symptome auf. Der stechende Schmerz ist üblicherweise nur in einer Hälfte des Kopfes zu lokalisieren. Von der sogenannten Aura ist dann zu sprechen, wenn neben dem heftigen Kopfschmerz auch visuelle Beeinträchtigungen den Patienten benachteiligen. Lichtempfindlichkeit, Sehstörungen mit eingeschränktem Sichtfeld oder auch Lichtblitze vor den Augen können symptomatisch auftreten. Selbst Sprachstörungen können ein neurologisches Symptom innerhalb der Migräneaura sein.

Was hilft bei einer Migräne?

Risikofaktoren ausschalten: Es ist erwiesen, dass ein ungesunder Lebensstil das Auftreten einer Migräne begünstigen kann. Daher kann man seine Gesundheit mit der Umstellung der Lebensweise positiv beeinflussen. Wichtig ist vor allem ausreichend Schlaf, der nicht nur die Energie auftankt, sondern vor allem Stress abbaut und so einer Migräneattacke vorbeugen kann. Nutzen Sie regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft um den Körper mit ausreichend Sauerstoff zu versorgen und um entspannen zu können. Wandern Sie durch die Natur und senken Sie so das Stresslevel, um einer Kopfschmerzattacke vorzubeugen.

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Frühzeitig gegen Migräneattacken angehen (Bild: PeteLinforth – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Auch kann der Genuss von Nikotin und Alkohol auf Aufkommen der Migräne begünstigen. Greifen Sie weniger zu diesen gesundheitsschädigenden Genussmitteln um die sogenannten Trigger (einen Anfall auslösender Schlüsselreiz) einer Migräne im Vornhinein auszuschalten. Ebenso wie Zigaretten und Alkohol können stark zuckerhaltige Lebensmittel wie Schokolade oder Süßigkeiten eine Migräne begünstigen. Greifen Sie stattdessen häufiger zum zuckerfreien Snack um der Kopfschmerzattacke entgegen zu wirken.

Wichtig: Sofort-Maßnahmen ergreifen

Merken Sie erste Anzeichen einer drohenden Migräne, sollten Sie frühzeitig dagegen angehen um schlimmeren Schmerzen vorzubeugen. Ziehen Sie sich möglichst bereits bei den ersten Symptomen in einem abgedunkelten und ruhigen Raum zurück. Versuchen Sie zu entspannen und sich nicht zu sehr auf den Schmerz einzulassen. Greifen Sie nur im Notfall zu Medikamenten. Wer häufig zu Tabletten greift, setzt die Reizschwelle des eigenen Körpers immer weiter herab, sodass zu oft eingenommene Medikamente nicht mehr wirken können.

Mit Homöopathie zum gesunden Kopf

Wer nicht gleich zur Chemiekeule greifen will um den Körper nicht unnötig zu belasten, kann auch mit pflanzlichen Mitteln bei einer Migräne Abhilfe schaffen. Heilkräuter wie Mutterkraut oder Pechwurz können erwiesenermaßen gegen Schmerzen im Kopf wirken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die Einnahme der natürlichen Medikamente, denn auch hier können möglicherweise Neben- oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten.

Wirksame Medikamente

Je nach Stärke der Kopfschmerzen können Medikamente schnelle Abhilfe gegen die Migräne bewirken. Wer unter mittelschweren Attacken leidet, der kann sich selber mit Ibuprofen oder Paracetamol behelfen. Wer aber unter starken Migräneanfällen leidet, der sollte nicht lange warten und seinen Arzt um Hilfe bitten. Dieser kann dann ein effizienteres, stärkeres Mittel gegen den stechenden Kopfschmerz verschreiben. Da auch Serotoninmangel oft der Grund für die Migräne ist, kann der Mediziner ein Mittel verabreichen, dass den Serotoninhaushalt wieder stabilisiert und so weiteren Attacken entgegenwirkt.

Entspannungstherapien

Wenn Medikamente nicht helfen und die Migräne häufiger als dreimal im Monat auftritt, kann der Arzt Entspannungstherapien verschreiben. Hier erlernt der Patient den Umgang mit Stress und wie er diesen reduzieren kann. In Gruppen- oder Einzelsitzungen lernt der Patient einen geeigneten Umgang mit seiner Erkrankung, die er dann, dank erlernter Verhaltensstrategien, besser händeln kann.

Sind Sie betroffen von Migräneattacken oder wünschen Sie weiterführende Informationen, dann finden Sie diese auf den Internetseiten der Schmerzklinik Kiel.

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