Masern: Warum sie so gefährlich sein können

Maserninfektionen verursachen nicht selten ernsthafte Komplikationen

Masern
Ein Virus unterm Mikroskop - schön aber gefährlich (Bild: qimono - Pixabay.com - CC0 Public Domain)

Die Masern birgen eine von der Allgemeinheit bisher unterschätzte Gefahr. Neueste Untersuchungen zeigen, dass diese Viruserkrankung tückische Risiken birgt, weshalb sich Mediziner inzwischen für eine flächendeckende Impfpflicht einsetzen. Viele Jahrezehnte galten die Masern als eine eher harmlose typische Kinderkrankheit, welche man halt durchleben musste. Nachdem die grippeähnlichen Symptome und der Hautausschlag ausgeheilt waren, hatte man die Masern überstanden. Davon ging man zumindest damals aus. Inzwischen gibt es neue Erkenntnisse.

Was sind Masern?

Die Masern sind eine typische Kinderkrankheit und bezeichnen eine akute, hochansteckende Infektion mit dem Masernvirus. Im Kleinkind-Alter verläuft die Erkrankung meist harmloser, als bei Jugendlichen oder Erwachsenen. Die Symptome gleichen zu Anfang oft denen eines grippalen Infektes oder einer Erkältung, wobei man den Krankheitsverlauf in zwei Phasen einteilt, welche jeweils mit Fieberschüben einhergehen.

Symptome in der ersten Phase der Erkrankung

In der ersten Phase zeigen sich grippeähnliche Symptome mit Halsschmerzen, Schnupfen und trockenem Husten, meist begleitet von mäßigem Fieber. Der Patient hat Kopfschmerzen und fühlt sich schlapp und müde. Ein weiteres Symptom ist eine sich ausbreitetende Bindehautentzündung mit tränenden Augen, welche besonders lichtempfindlich werden.

Nach zwei bis drei Tagen bilden sich an der Wangenschleimhaut die für die Masern charakteristischen Koplik-Flecken. Weiße Flecken mit rötlichem Hof. Nach und nach rötet sich die gesamte Mund- und Rachenschleimhaut, und das Fieber steigt stark an. Zum Ende von Phase eins, nach circa drei Tagen, sinkt das Fieber wieder.

Symptome in der zweiten Phase der Erkrankung

In den zweiten Phase bildet sich der typische Hautausschlag. Beginnend hinter den Ohren breitet sich der Ausschlag dann über das Gesicht und den ganzen Körper aus. Zuerst sind es hellrote, circa drei bis fünf Millimeter große Flecken, welche nach und nach ineinander fließen. Dabei steigt auch das Fieber wieder stark an, nicht selten begleitet von Fieberkrämpfen. Meist sind dabei auch die Lymphknoten im Halsbereich angeschwollen.

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Der typische Hautausschlag bei Masern (Bild: geralt – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Nach einigen Tagen sinkt das Fieber und die Beschwerden klingen ab, der Ausschlag verfärbt sich in dunkelrot/braun und verblasst nach und nach gänzlich. Der Patient gilt als nicht mehr infektiös, wenn der Ausschlag völlig ausgeheilt ist. Danach benötigt der Körper eine Erholungsphase von circa zwei Wochen. Das geschwächte Immunsystem ist für circa sechs Wochen noch besonders anfällig für andere Erkrankungen, Bakterien und Keime.

Wie steckt man sich an?

Das Masern-Virus ist ein sogenanntes Ribonukleinsäure (RNA)-Virus, und wird über Tröpfchen in der Atemluft übertragen. Der infizierte Speichel eines Erkrankten wird durch Husten, Niesen, oder einfach beim Sprechen in die Luft abgegeben, von einem gesunden Menschen eingeatmet, und gelangt so über die Atemwege, oder auch über die Bindehaut der Augen in den Blutkreislauf. Auch das Trinken aus dem Glas eines Infizierten, oder das Benutzen desselben Bestecks, reicht für eine Ansteckung aus. In der Luft kann der Masern-Erreger etwa zwei Sunden lang überleben.

Das Masernvirus befällt vor allem die Zellen des Immun- und Nervensystems. Sein einziger Wirt ist der Mensch, und solange es genug empfängliche Menschen gibt, kann sich der Erreger rasch in der Bevölkerung ausbreiten. Eine Ansteckung mit dem Masernvirus führt bei nahezu 100 Prozent der Kontaktpersonen zu einer Infektion, und in über 95 Prozent der Fälle zum Ausbruch der Krankheit mit den entsprechenden Symptomen. Wurde man einmal mit dem Masernvirus infiziert, ist man für den Rest des Lebens immun.

Die Ansteckungsgefahr

Die Ansteckungsgefahr beginnt circa fünf Tage vor dem Erscheinen des Hautausschlages, und ist besonders hoch, kurz bevor und mit Beginn der Sichtbarkeit des Hautausschlages. Hat eine Schwangere selbst die Masern bereits durchgemacht, oder ist dagegen geimpft, gibt sie die Antikörper an ihr Kind weiter. Der Säugling ist damit bis etwa zum sechsten Lebensmonat gegen eine Maserinfektion immun.

Warum die Masern so gefählich sind

Eine Maserinfektion heilt in den meisten Fällen, ohne Komplikationen und nachfolgende Probleme, aus. Bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten verläuft die Infektion jedoch nicht so problemlos, vor allem wenn die Kinder unter fünf Jahren, oder die Erwachsenen über zwanzig Jahre alt sind. Das durch die Infektion geschwächte Immunsystem ist für die Dauer von etwa sechs Wochen besonders empfänglich für weitere Infektionen, wodurch Bakterien und Keime ein leichtes Spiel haben. Häufig treten schwere bronchiale Infektionen, Lungenentzündung, Mittelohrentzündungen, oder auch Entzündungen der Augenhornhaut auf.

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Die Impfpflicht gegen Masern steht zur Debatte (Bild: dfuhlert – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
In seltenen Fällen (etwa 1:1000) kommt es bei einer Maserninfektion zu einer der gefürchteten akuten Entzündung des Gehirns mit möglichen dauerhaften Schäden des Zentralen Nervenssystems. Für 10 bis 20 Prozent der Erkrankten endet diese postinfektiöse Enzephalitis tödlich. Eine weitere Gefahr, welche erst circa sechs bis acht Jahre nach der Maserninfektion auftritt, ist die fast immer tödlich verlaufende subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Eine Spätkomplikation nach der Maserninfektion, die eine generalisierte Entzündung des Gehirns mit Nerven-Entmarkung (Demyelinisierung) nach sich zieht.

Anfänglich macht sich diese unheilbare Entzündung des Gehirns vor allem durch Verhaltensänderungen bemerkbar. Im späteren Verlauf der Krankheit kommen Krampfanfälle, neurologische Störungen und Ausfälle hinzu, bis alle Hirnfunktionen ausfallen und das Gehirn gänzlich zerstört ist. Gegen diese schreckliche Entwicklung sind die Mediziner machtlos. Wenn diese Fälle auch sehr selten sind, sind sie für die Betroffenen besonders fatal, da man diesen tödlich Verlauf mit einer einfachen Masernschutz-Impfung hätte verhindern können.

Weiterführende Informationen zur Masernschutz-Impfung und ausführliche Begründungen dazu lesen Sie auf den Internetseiten der STIKO des Robert-Koch-Institutes.

Was sind Masernpartys?

Bei den Masern-Partys handelt es sich um einen sehr fragwürdigen Trend aus Amerika, welcher zum Ziel hat, die Ansteckung und Verbreitung der Masern unter gesunden Kindern zu forcieren. Allerdings stammt diese Art „Kinderfest“ aus den 50iger- und 60iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts – bevor in der USA die Impfung gegen Masern eingeführt wurde. Ärzte halten das sogar für Körperverletzung. Auf Grund des Anstieges der Masernfälle, wird inzwischen eine Impfpflicht diskutiert.

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1 Kommentar

  1. Impfpflicht in Italien und Frankreich? Das Warum spielt keine Rolle. Etwas unter Zwang in den Körper eines anderen Menschen zu bringen, ist nicht nur eine vorsätzliche Körperverletzung, es ist Völkerrechtswidrig. Jeder Mensch hat das angeborene Recht über sein Leben und seinen Körper selbst und frei zu entscheiden. Wenn sich Menschen, Organisationen oder Regierungen anmaßen über das Leben eines Anderen zu entscheiden, dann ist Widerstand das Menschenrecht. Oder ist die Menschenrechtsresolution nur ein leere Phrase?

    Jedes Jahr sterben weltweit mehr als 22 Millionen Kinder (zzgl.. Dunkelziffer), überwiegend Säuglinge, an den Folgen von Impfungen. Das überwiegt die Todesfälle durch eventuelle Epidemien um das Zehntausend-fache. Ein großer Prozentsatz der geimpften Kinder, die nicht direkt an der Impfung sterben erleiden irreparable Nerven- und Gehirnschäden. Das natürliche Immunsystem wird bereits in der frühen Entwicklung zerstört. Entsprechende wissenschaftliche Untersuchungsberichte können bei uns angefordert werden. Wir arbeiten mit internationalen Wissenschaftlern zusammen, darunter auch Nobelpreisträger.

    Die wirkliche, todbringende Epidemie trägt den Namen Pharmaindustrie! Warum untersucht niemand die tatsächlichen Inhaltsstoffe der Impfseren? Wir haben es getan, international. Jedes Impfserum ist toxisch und enthält unter anderem Aluminium, Quecksilber, Formaldehyde und viele Chemikalien die nicht in einen menschlichen Körper gehören. Diese Stoffe gehören in keinen einzigen biologischen Organismus.

    Zum Beispiel die angeblichen Masernepidemien, sie sind frei erfunden, das ist sehr simpel nachweisbar. Aber warum werden diese erfundenen Zahlen propagiert? Die Antwort ist ebenso simpel, Profit. Bei der Verbreitung dieser erfundenen Angstmeldungen hilft nicht selten die Weltgesundheitsorganisation (WHO).

    Die WHO wird übrigens direkt von der Pharmaindustrie finanziert, ebenso simpel nachzuweisen an Hand der Jahresabschlüsse und der Eingangseintragungen von erheblichen Geldsummen in den Geschäftsbüchern. Ebenso verhält es sich mit dem Robert Koch Institut, auf das sich viele gern berufen. Bitte logisch darüber nachdenken, wäre es anders, hätte man uns dann nicht längst verklagt?

    Wir sind ein unabhängiges Forschungscenter das auch einen Postkasten besitzt, bisher hat jedoch nie eine Klageschrift den Weg in diesen Postkasten gefunden. Warum nicht. Dieses kriminelle Konstrukt mit all seinen Helfern scheut nichts mehr als das Licht. Wir hoffen immer auf eine Klage um all unsere Forschungsergebnisse, Nachweise und Insider-Informationen öffentlich vorlegen zu können, aber nichts passiert, sehr bedauerlich.

    Unabhängiges Forschungscenter der Dayeng Stiftung.

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