Johanniskraut – natürliche Hilfe bei Depressionen

Jonhanniskraut hellt die Stimmung auf und bringt wieder Sonne in depressive Gemüter!

Johanniskraut
Johanniskraut - die Heilpflanze des Jahres 2015 (Bild: Antranias – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Johanniskraut ist eine typische Mittsommerpflanze, da sie um die Sommersonnenwende herum ihre leuchtend gelben Blüten öffnet, und man sie dann besonders gut an Büschen und am Wegesrand entdecken kann. Man könnte meinen, diese leuchtend sonnengelbe Heilpflanze nimmt die Kraft der Sonne, an den sonnigsten Tagen des Jahres in sich auf, um mit den gespeicherten Sonnenstrahlen die depressiven Gemüter der Menschen aufzuhellen.

Wissenswertes zur Heilpflanze Johanniskraut

Johanniskraut wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2015 gewählt und das nicht ohne guten Grund. Der Schweizer Arzt Paracelsus wusste schon im Mittelalter um den Wert und die Heilkraft von Johanniskraut (Hypericum perforatum). In der Gegenwart sind es Naturheilkundler, wie beispielsweise Heilpraktiker, aber auch immer mehr Ärzte, die Medikamente mit Johanniskraut, vor allem bei Depressionen, empfehlen. Die Wirkkraft der Pflanze wurde inzwischen offiziell von der Schulmedizin anerkannt und bestätigt.

Johanneskraut
Die Pflanze wurde schon vor tausend Jahren hochgeschätzt (Bild: Antranias – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Die Heilpflanze ist vor allem in Europa heimisch. In England nennt man sie beispielsweise – St Johns Wort. Beheimatet ist Johanneskraut aber aber auch in Nordafrika und Asien. Man findet sie, meist gruppiert am Rande von Waldwegen oder Feldern. Sie gedeiht aber auch wild an Böschungen und oft auch auf dem Schotter von Bahngleisen. Botanisch zählt Johanniskraut zu den Staudengewächsen. Die Pflanze wächst bis zu neunzig Zentimeter hoch, und wird zur Hauptblütezeit im Hochsommer geerntet. Das wertvolle ätherische Öl der Pflanze befindet sich in den eiförmigen Blättern.

Vorsicht: Die Pflanze ist leicht giftig. Wie bei allen anderen wirksamen Heilmitteln, macht auch beim Johanniskraut die Dosis das Gift. In den getrockneten Blüten der Heilpflanze ist bis zu 1,4 Prozent des roten Farbstoffes Hypericin enthalten.

Die Verdrängung von natürlichen Heilpflanzen

Das Johanneskraut hat eine jahrtausendalte Tradition, und bereits die Griechen und Römer schätzten diese Heilpflanze, ob ihrer zahlreichen Heilkräfte. Zu damaliger Zeit nutzte man ihre heilende Wirkung beispielsweise bei Verbrennungen, oder inneren und äußerlichen eitrigen Geschwüren. Die zahlreichen Schriften des Schweizer Arzt Paracelsus belegen, dass dieser bereits deren Heilwirkung gegen melancholische Gedanken kannte.

Johanniskraut
Johanneskraut wächst an Waldrändern und Feldern (Bild: WikimediaImages – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Johanniskraut – Heilpflanze des Jahres 2015

Wie viele andere natürliche Heilmittel auch, wurde das Johanniskraut zu Zeiten der chemisch-pharmazeutischen Industriealisierung verdrängt. Heute findet diese natürliche Heilpflanze wieder eine angemessene Beachtung, was ihre Ernennung zur Heilpflanze des Jahres 2015 zeigt.

Johanniskraut zur Behandlung von Depressionen

Bei Depressionen geraten die Botenstoffe Serotonin, Dopamin und Noradrenalien aus dem Gleichgewicht, was zur Folge hat, dass man sich antriebslos und niedergeschlagen fühlt. Oft leiden Betroffene auch an fehlender Konzentration, manchmal auch an Gedächnis- und Schlafstörungen. Der Wirkstoff der Heilpflanze regt nun die vermehrte Auschüttung dieser Botenstoffe im zentralen Nevensystem an, und führt somit zu einer Verbesserung der allgemeinen Stimmungslage.

Der Wirkstoff Hypericin

Das Hypericin, der Wirkstoff im Johanniskraut, wirkt erfolgreich bei Depressionen des leichten bis mittelschweren Grades. Um wirksam zu sein, Bedarf es jedoch einer bestimmten und genauen Dosierung. Die Produkte, welche in zahlreicher Form in Drogeriemärkten und dergleichen angeboten werden, sind in der Regel viel zu gering dosiert und zur Behandlung von Depressionen nicht geeignet, auch, wenn das oft werbewirksam auf der Verpackung angegeben wird.

Johanniskraut
Johanneskraut bringt wieder Sonne ins Gemüt (Bild: Antranias – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Johanniskrautextrakt oder Johanniskraut

Achten Sie bei der Dosierung genau auf den Unterschied zwischen Johanniskrautextrakt und Johanniskraut. Auch wenn Johanniskraut ein nicht verschreibungspflichtiges Medikament ist, hat es Nebenwirkungen, welche vielleicht in Ihrem individuellen Fall zu beachten sind. So erhöht die Einnahme die Sensibilität gegenüber UV-Strahlen. Auch kann der Wirkstoff der Heilpflanze in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten treten, und deren Wirksamkeit möglicherweise verändern.

Am besten lassen Sie sich, zwecks richtiger Dosierung und bezüglich der Neben-und Wechselwirkung mit anderen Medikamenten, von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten.

Johanniskraut hilft auch bei anderen Beschwerden

Neben leichten bis mittelschweren Depressionen hilft Johanniskraut auch bei anderen psychischen Beschwerden wie, innerer Unruhezustände und Nervosität, bei Wechseljahrsbeschwerden oder Ängsten. Auch bei psychischen Beschwerden nach einer Geburt kann der Wirkstoff der Heilpflanze eingesetzt werden.

Weitere Anwendungsgebiete sind:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Neuralgien
  • Trigeminusneuralgie
  • Ischias
  • Epilepsie
  • Hexenschuss
  • Rückenschmerzen und allg. Schmerzen des Bewegungsapparates
  • Stoffwechselerkrankungen wie Rheuma und Gicht
  • Frauenleiden wie Menstruationsbeschwerden oder Gebärmutterkrämpfe

Das ätherische Öl der Heilpflanze findet beispielweise auch Anwendung bei Hautverletzungen, wie Narbenschmerzen, Ekzemen, Geschwüren und Juckreiz, oder auch bei Muskelzerrungen, Blutergüssen, Quetschungen und Krampfadern.

Die Wirkstoffe im Johanneskraut haben folgende Heilwirkung:

  • entzündungshemmend
  • krampflösend
  • schmerzstillend
  • blutbildend
  • blutstillend
  • antibakteriell
  • abschwellend
  • krampflösend
  • beruhigend
Johanniskraut
Eine Heilpflanze die Beachtung verdient (Bild: WDnet – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Eine Heilpflanze mit Potential

Die Heilpflanze Johanniskraut enthält unterschiedliche hochinteressante Wirkstoffe, deren Wirkung im Detail noch nicht erforscht sind. Sicher wissen wir, dass der Wirkstoff Hypericin stimmungsaufhellend wirkt, und daher als natürliches Antidepessivum eingesetzt wird. Der Wirkstoff Hyperforin wirkt antibakteriell. Die Wirkstoffe Rutosid und Hyperosid gehören zu den Flavonoiden und wirken entzündungshemmend, krampflösend und stärken die Blutgefäße.

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