Honig – ein süßes wertvolles Heilmittel

Honig ist nicht nur lecker, sondern kann auch als natürliches Heilmittel punkten

Honig
Der goldene Nektar lecker und gesund (Bild: stevepb - Pixabay.com - CC0 Public Domain)

Honig ist ein Süßungsmittel der Natur und überzeugt als „Würze“ und aromatische Zugabe in zahlreichen Speisen und Gerichten. Doch auch ein einfaches Brot mit dickem Honigaufstrich ist ein wahrer Leckerbissen. Das natürliche Bienenprodukt ist jedoch nicht nur herrlich süß und lecker, sondern bietet auch noch weitere positive Eigenschaften für Ihren Körper.

Fleißige Bienen für unseren Aufstrich

Das Bienen unseren Honig herstellen, ist allgemein bekannt. Hierbei saugen sie mit ihrem Rüssel den süßen Saft, auch Nektar genannt, aus Blüten. Welche Blüte es sein soll, ist meist nicht wichtig. Bienen können selbst aus Spätblühern oder sehr kleinen Blüten noch Nektar gewinnen, welcher nach dem „Trinken“ im Bienenmagen, der Honigblase, landet. Innerhalb der Biene wird der Nektar mit den körpereigenen Stoffen vermischt. Hat die Biene genug Nektar gesammelt, fliegt sie zurück zum Bienenstock und würgt die Flüssigkeit wieder hervor, um diese dann in einer Wabe aus Bienenwachs zu lagern.

Honig
Bienen bei der Arbeit (Bild: PollyDot – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
In einer solchen Wabe reift der süße Saft heran und verliert dabei meist etwas Wasser. Übrig bleibt der zähflüssige und süße Honig. Ein Bienenstock besteht aus einem ganzen Volk an Bienen, wobei es viele verschiedene Arten gibt. Pro Bienenvolk kann der Imker im Herbst etwa sieben Kilogramm Honigmasse gewinnen. Dafür muss er die Bienen nur mit Zuckerwasser versorgen, damit diese für ihre Brut genügend Nahrung haben.

Die Inhaltsstoffe im handelsüblichen Honig

Die Zusammensetzung ist sehr simple. Rund 80 Prozent der leckeren Masse besteht aus Zucker, weshalb Honig besonders süß ist. Etwa 17 Prozent sind Wasser, sodass es zu einer leichten Streichbarkeit kommt. Die restlichen drei Prozent sind Proteine, Pollen, Enzyme, Aminosäuren, Vitamine, Mineral-, Farb- und Aromastoffe.

Worauf ist beim Kauf von Honig zu achten?

Im Supermarkt finden Sie heute viele unterschiedliche Honigsorten, die mit vielen blumigen Begriffen werben. Schnell wissen Sie nicht mehr, welches Produkt Sie verwenden sollen. Allgemein sollten Sie wissen, dass in Deutschland verkaufter Honig strengen Auflagen unterliegt und ständig kontrolliert wird. Also treffen Sie in der Regel nur qualitativ hochwertige Honigsorten an. Auf der Verpackung sollte das Mindesthaltbarkeitsdatum sowie die Herkunftsangaben zu finden sein, denn dies sind Indizien für eine gute Qualität sowie ein sicheres Produkt.

Hönig
Die Färbung des Honigs ist auch ein Qualitätsmerkmal (Bild: Hans – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Allerdings spielt auch die Färbung des Honigs eine wichtige Rolle. Je heller die Masse, desto milder ist dieser im Geschmack. Ob Sie konventionellen oder Bio-Honig kaufen, bleibt Ihrer persönlichen Überzeugung und Vorliebe überlassen. Der Vorteil von Bio-Honig ist meist, dass die Bienen ihren Nektar in Regionen sammeln, wo weniger mit Pestiziden und anderweitigen Chemikalien gearbeitet wird. Pestizide sind nicht nur für den Menschen und die Umwelt schädlich, sie gefährden natürlich auch ganz massiv den Bienenbestand.

Honig als Heilmittel – Wie gut ist er für unsere Gesundheit?

Das Bienenprodukt ist nicht nur besonders lecker, sondern liefert auch viele Vorteile für die Gesundheit des menschlichen Körpers. Schon im alten Griechenland wurde das flüssige Gold hoch geschätzt und kam als Heilmittel zum Einsatz. Aber auch in heutiger Zeit kann Honig ein wahres Wundermittel sein. Besonders die Wundheilung kann durch Honig wesentlich unterstützt werden. Honig besteht aus etwa 180 natürlichen Begleitsstoffen, welche auch der Grund dafür sind, dass Honig bei Entzündungen so wirksam ist.

Rund 60 Bakterien, darunter auch die gefährlichen Staphylococcus aureus, können durch den Einsatz von Honig besiegt werden. Insofern kann Honig als natürliches Antibiotika angesehen werden. Aber auch bei Erkältungen oder Magen-Darm-Beschwerden ist das wertvolle Naturprodukt die richtige Lösung. Honig in etwas Tee oder Milch ist ein bewährtes Mittel gegen Halsschmerzen.

Wie gefährdet sind unsere Bienen?

Honig
Den Bienen droht Gefahr (Bild: brian207 – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Es gibt 561 Arten der heimischen Wildbiene, die durch den Bundesartenschutz besonders geschützt werden. Dennoch sind mehr als die Hälfe dieser Arten bestandsgefährdet. Der Grund für den Rückgang der Bienenvölker liegt einerseits in der Zerstörung ihrer Nistplätze, andererseits in der Vernichtung oder der Verminderung des Nahrungsangebots.

Den größten Einfluss auf das Bienenleben hat die intensive Landwirtschaft, die den Lebensraum der Bienen immer weiter einschränkt. In weitläufigen monotonen Agrarlandschaften, ohne Blühpflanzen und Kräuter finden Bienen keine Nahrung mehr. Bebauung und Versiegelung von Bienenflächen sind ein weiteres großes Problem. Das Umweltinstitut München e.V. hat die wichtigsten Gründen zusammengefasst, welche für das Bienensterben ursächlich sind. Alle sind vom Menschen herbeigeführt. Mehr dazu lesen Sie auf der Internetseite des Umweltinstitut München.

Wir brauchen die Bienen – nicht nur für den Honig!

Der Mensch ist auf die immense Leistung und fleißige Arbeit der Honig- und Wildbienen angewiesen. Ob Obst, Gemüse, Kräuter oder eben der leckere Honig all das verdanken wir den fleißigen Bienen. Doch den Bienen droht Gefahr. Besonders die von u.a. Bayer und Syngenta hergestellten Gifte, welche in der Landwirtschaft zum Einsatz kommen, wirken sich verheerend auf den Bienenbestand aus. Die Gifte aus der Gruppe der sogenannten Neonikotinoide, schwächen das Immunsystem der Bienen und zerstören ihr Orientierungsvermögen, wodurch sie nicht mehr zum Bienenstock zurückfinden und anfälliger für Krankheiten werden.

Mehr Hintergrundinformationen bezugnehmend auf den Zusammenhang der Nervengifte aus der Gruppe der Neonikotinoide und dem Bienensterben lesen Sie auf der Internetseite des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit BVL.

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2 Kommentare

  1. Ich liebe Honig, auch wenn dieser süße Aufstrich nur selten auf dem Speiseplan steht. Sehr interessant welche Fakten du hier im Artikel recherchiert hast. Leider sind ja viele Lebensmittel in unserer heutigen Ernährung nicht mehr so gesund wie noch vor 100 Jahren, aber lass uns hoffen, dass unsere Bienen noch lange für guten Honig stehen und viele Arten noch sehr lange auf unserem Planeten existieren, denn sonst wäre der Mensch am Ende.

    Grüße aus Dortmund

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