Chili-Schoten: Was macht Chili so gesund?

Chilis gehören zu den gesündesten Lebensmitteln der Welt

Chili
Öfter mal scharf kochen (Bild: englishlikeanative – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Wer scharfes Essen mag, für den ist Chili das passende Gewürz, denn es sorgt dafür, dass das Gericht so richtig feurig wird und der Kreislauf in Schwung kommt. Gerichte mit Chilis gelten vielen von uns als willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Doch die Chili-Schote kann noch viel mehr. Wer Chilis liebt dem wird sicher gefallen, dass die kleinen Schoten zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen.

Was sind Chili-Schoten?

Die kleinen Scharfmacher sind unter der Bezeichnung Chili-Schoten, Chilis, Peperoni, Peperoncini oder auch Pfefferschoten hierzulande bekannt. Sie gehören zur Gattung der Paprika, deren Ursprung in Mittel- und Südamerika liegt. Chilis sind in diversen Formen, Farben und Schärfegraden erhältlich und erfreuen sich nicht nur in den traditionellen Gerichten Südamerikas, sondern inzwischen auch in der europäischen Küche großer Beliebtheit.

Was macht die kleinen Schoten so scharf?

Für die Schärfe in den Chilis sorgt das Capsaicin. Es gibt milde, scharfe und extrem scharfe Chili-Schoten. Das Capsaicin bestimmt den Schärfegrad, welchen Experten als Scoville bezeichnen. Die Scoville-Skala ist in einzelne Schärfegrade eingeteilt. Je mehr Scoville eine Chili-Schote besitzt, desto schärfer ist sie im Geschmack. So hat eine Thai Chili beispielsweise 100.000 Scoville. Die berühmte Habanero, die oft für Mutproben herhalten muss, sich aber auch in zahlreichen scharfen Saucen wiederfindet, besitzt 350.000 Scoville.

Chili
Es gibt Chilis in verschiedenen Schärfegraden (Bild: oiluarb_ai – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Doch das Paprikagewächs ist nicht die einzige scharfe Schote, denn die Jolokia (eine Zuchtform der Paprika-Art Capsicum chinense) kann sogar mit 1000.000 Scoville punkten. Von dem Verzehr derartig scharfer Schoten ist allerdings sehr abzuraten, da diese extremen Schärfegrade zu Verätzungen führen können. Schon die verschiedenen Schärfegrade der handelsüblichen Chilis regen nicht nur die Verdauung und den Stoffwechsel an, sie beseitigen angeblich sogar das Hungergefühl und helfen so beim Abnehmen. Im Allgemeinen profitieren Verbraucher in ihrer Ernährung von den scharfen Schoten, die auch noch andere gesunde Vorteile bieten.

Weitere wirksame Inhaltsstoffe der kleinen Schoten

Neben dem Capsaicin, welches den kleinen Schoten ihre Schärfe verleihen, enthalten Chilis auch Vitamin C, Capsaicin, Carotinoide (Carotin), Capsanthin, Flavonoide und ätherische Öle. Damit bieten die Chilis eine gute Möglichkeit, die Mahlzeiten mit gesunden Eigenschaften zu versehen.

Was macht die Chilis so gesund?

Der kleinen scharfen Schote wird nachgesagt, dass ihre Inhaltsstoffe umfangreiche medizinische Wirksamkeit besitzen. So haben schon die Ureinwohner Amerikas Chili als Heilpflanze bei Arthrose oder Zahnschmerzen eingesetzt. Heute kommt der Wirkstoff Capsaicin beispielsweise auch in den Wärmepflastern zur Schmerzlinderung bei Rheuma, Muskelverspannungen oder Hexenschuss zum Einsatz. Grundsätzlich wirken Chilis durchblutungsfördernd, kreislaufanregend, schweißtreibend, entzündungshemmend, antibakteriell und betäubend.

Chili
Chilis eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt (Bild: FotoKgw – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Chilis am besten täglich

Dr. Wolfgang Feil ist promovierter Biologe und Sportwissenschaftler. Er leitet eine Forschungsgruppe und ist gleichzeitig Lehrbeauftragter der Universität Furtwangen. Er zählt Chilis zu den gesündesten Lebensmitteln der Welt. Dr. Feil rät am besten täglich von den starken Wirkstoffen der Chili-Schoten zu profitieren. Mehr Informationen dazu lesen Sie auf der Internetseite der: Forschungsgruppe Dr. Feil

Rezept für die Herstellung von Chili-ÖL

Wer sein eigenes Chili-Öl herstellen möchte, kann das ganz leicht tun. Schneiden Sie circa 50 Gramm scharfe Chilis in ganz kleine Stücke und geben Sie diese in ein verschraubbares Glas oder Flasche. Gießen Sie nun circa 150 ml hochweriges Pflanzenöl Ihrer Wahl dazu und lassen Sie alles etwa vier Wochen lang ziehen. Danach sieben Sie das Öl ab und füllen es, am besten, in eine dunkle gut verschließbare Flasche. Das Öl können Sie nun beliebig in der Küche oder als Einreibung, beispielsweise bei Muskelkater oder Muskelverspannungen, verwenden.

Warnhinweis: Bei Überempfindlichkeit oder Allergien sollten Sie grundsätzlich keine Chilis oder capsaicinhaltige Produkte – weder innerlich noch äußerlich – anwenden, ohne vorher Ihren Arzt zu fragen. Auch sollten diese Produkte nicht bei Kindern angewendet werden. Ebenfalls muss Augenkontakt strikt vermieden werden.

Die besten Chili-Rezepte der Welt

Wenn Sie es gern scharf mögen, dürfen Sie bedenkenlos zu der wohl berühmtesten Paprikasorte der Welt greifen, Ihr Körper wird es Ihnen danken. Das Buch zu den besten Chili-Rezepten der Welt finden Sie hier: Chili-Rezepte*

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1 Kommentar

  1. Vielen Dank für diesen Beitrag zum Thema Chili und die damit verbundene reduzierende Wirkung von Zahnschmerzen. Es ist interessant, dass die Chili als eine Heilpflanze gesehen wird. Werden meine Zahnschmerzen allerdings dermaßen stark, dass die unerträglich werden, so wende ich mich stets an einen Zahnarzt.

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