Bürstenmassage – effektive Gesundheitsvorsorge

Bürstenmassagen sind Streicheleinheiten für Körper und Seele

Bürstenmassage
Auf die richtige Bürste kommt es an (Bild: mama041 – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Die Bürstenmassage ist eine einfache, aber sehr effektive Anwendung. Sie bringt den Kreislauf und den Stoffwechsel in Schwung, wirkt sich positiv auf die Hautstruktur aus, und stärkt das Immunsystem. Wer sich regelmäßig eine Bürstenmassage gönnt, möchte irgendwann garnicht mehr darauf verzichten. Die positiven Effekte sind nach einiger Zeit deutlich spürbar, und der Körper möchte dieses anregende, angenehme und prickelnde Gefühl, auf und unter der Haut, nicht mehr missen.

Die trockene Bürstenmassage ist eine klassische Anwendung nach Pfarrer Kneipp, welcher diese einfache, aber äußerst wirksame Methode schon seinerzeit zur Abhärtung und Stärkung des Immunsystems empfohlen hat.

Wie funktioniert die Bürstenmassage?

Da die Bürstenmassage eine sehr anregende und aktivierende Wirkung hat, sollten Sie diese immer am besten morgens durchführen. Eine abendliche Anwendung wird möglicherweise zu Schlafstörungen führen. So profitieren ganz besonders auch Menschen, welche morgens eher mühsam in der Tag starten von einer anregenden und belebenden Bürstenmassage. Am besten führen Sie die trockene Bürstenmassage als regelmäßiges Ritual, an jedem zweiten Tag, für circa fünf bis zehn Minuten, durch.

Schon nach kurzer Zeit werden Sie merken, wie wirkungsvoll sich diese Massagen auf Ihr gesamtes Wohlbefinden auswirken. Die Hautstruktur vebessert sich sichtbar, wird straffer, aber gleichzeitig samtig weich. Dazu dieses prickelnd, wohlig belebende Gefühl, wenn die Durchblutung der Haut spürbar angeregt wird.

Was bewirken regelmäßige Bürstenmassagen?

  • Das Herz- Kreislaufsystem wird angeregt und belebt
  • Die Durchblutung der Haut, unseres größten Organs, wird wesentlich gesteigert
  • Der Blutdruck kann sich regulieren. Niedriger Blutdruck wird angeregt, erhöhter Blutdruck kann durch die Umverteilung des Blutes abgesenkt werden
  • Der Fluß der Lymphe wird stimuliert, und Wassereinlagerungen können abgebaut werden
  • Die Hautelastizität verbessert sich wesentlich, das Bindegewebe wird gestrafft, was die sogenannte „Orangenhaut“ verhindern kann, oder verbessert
  • Das Abwehrsystem wird gestärkt
  • chronische Schmerzen des Bewegungsapparates, wie beispielsweise bei Rheuma oder Arthrose, können durch die vermehrte Durchblutung gelindert werden

Wie bürstet man am richtig?

Eine Bürstenmassage sollte als ausgesprochen angenehm und vitalisierend empfunden werden. Darum ist die Qualität Ihres Handwerkzeuges – die richtige Wahl der Bürste – ausschlaggebend. Führen Sie die Bürste mit leichtem Druck über die Haut. Dieses „Streichen“ ist völlig ausreichend um die Durchblutung der Haut anzuregen, und von den wirksamen Effekten für die Gesundheit zu profitieren.

Beginnen Sie mit der Bürstenmassage immer bei den Extremitäten, welche am weitesten vom Herzen entfernt sind. Bürsten Sie mit kreisenden Bewegungen oder streichen Sie, mit leichtem Druck und Stück für Stück zur Körpermitte. Eine Bürstenmassage sollte sich immer gut anfühlen, und sich vitalisierend und angenehm belebend auf Ihr Wohlbefinden auswirken.

Welche Bürsten eignen sich besonders?

Das Angebot im Handel ist sehr groß. Verzichten Sie auf die üblichen Discount-Billigangebote von Plastik- und Kunststoffbürsten in sogenannten „Wellness-Paketen“. Diese fühlen sich nicht nur sehr unangenehm an, sondern können Ihre Haut auch beschädigen. Am besten eignen sich Bürsten mit Naturborsten. Investieren Sie in eine qualitativ hochwertige Bürste aus echtem Pferdehaar oder aus Schweineborsten. An so einem Produkt haben Sie in der Regel auch sehr viele Jahre Ihre Freude.

Bürstenmassage
Ein Naturprodukt eignet sich am besten (Bild: Weinstock – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Die richtige Bürste fühlt sich sehr angenehm auf der Haut an, und kratzt nicht. Bürsten aus Rosshaar bestehen aus dem Schweif- und Mähnenhaar von Pferden. Sie fühlen sich besonders weich an, und eignen sich auch für die Haut im Gesicht und Dekolleté. Auch Kinder mögen diese besonders weichen Bürsten gern.

Bürsten aus Schweineborsten, werden aus dem „Haarkleid“ von Haus- oder Wildschweinen hergestellt. Da die richtigen Borsten den Schweinen erst ab dem vierten Lebensjahr wachsen, stammen diese nicht von Schweinen aus der Massentierhaltung. Die Schweineborsten werden nach der Gewinnung äußerst aufwendig sortiert, verarbeitet und aufbereitet, was auch den Preis einer echten Naturbürste erklärt und verständlich macht.

Die Haut unser größtes Organ

Die Hautoberfläche eines Erwachsenen umfasst zwischen 1,5 bis 2 m2. Sie schützt uns vor Kälte, UV-Strahlung und Hitze. Der Säureschutzmantel unserer Haut verhindert das Eindringen von unerwünschten Substanzen und Keimen. Die Fettpolster in den unteren Hautschichten schützen und wärmen unseren Körper auf natürliche Weise. Der Blutfluß reguliert die Körpertemperatur und die Nährstoffversorgung der Haut.

Frieren wir, ziehen sich die Blutkapilliaren zusammen, und verhindern somit das Entweichen von Körperwärme. Bei Hitze weiten sich die Blutkapilliaren, wodurch das Blut vermehrt an die Oberfläche der Haut fließt, und Körperwärme nach außen abgeben kann. Die Schweißdrüsen in der Haut produzieren zusätzlich Schweiß, welcher durch Verdunstung für extra Kühlung sorgt.

Die Haut ist ein Teil unserer persönlichen „Visitenkarte“ und gibt in nicht unwesentlichem Maße Aufschluß über unser körperliches und seelisches Wohlbefinden. Über die Sensoren der Haut haben wir Kontakt zu unserer Umwelt und unseren Mitmenschen. Sie nehmen nicht nur Hitze und Kälte wahr, sondern auch Schmerz und angenehme oder unangenehme Berührungen. Somit versteht man das Bürstenmassagen sich auf unser körperliches und seelische Wohlbefinden auswirken.

Wann man besser auf Bürstenmassagen verzichtet sollte

Bürstenmassagen sind nicht für jeden Menschen gleichermaßen geeignet und verträglich. So gibt es Krankheitsbilder, bei denen auf eine Bürstemassage besser verzichtet werden sollte. Beispiele dafür sind:

  • Krampfadern
  • Entzündungen der Gefäße
  • Infektiöse, allergische oder degenerative Hauterkrankungen
  • Bindegewebserkrankungen
  • Erkrankungen der Schilddrüse
  • Neurasthenie
  • empfindliche Haut, Hautverletzungen, oder frische Narben

Fragen Sie im Zweifel immer Ihren Arzt, bevor Sie eine Büstenmassage anwenden.

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