Ayurveda – die traditionelle indische Heilkunst

Ayurveda ist ein ganzheitliches Lebenskonzept zum Erhalt der Vitalität

Ayurveda - eine traditionelle indische Heilkunst
Ayurveda vereint Jahrtausende altes Wissen (Bild: Unsplash - Pixabay.com - CC0 Public Domain)

Ayurveda bedeutet Lebensweisheit, oder auch das „Wissen vom Leben“. Es ist das älteste, überlieferte Gesundheitssystem, und findet seinen Ursprung in der vedischen Hochkultur Indiens. Das Wissen um diese Heilkunst wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Ayurveda versteht den Körper, die Sinne, die Seele und den Verstand als eine Einheit, und lehrt ein ganzheitliches Lebenskonzept.

Das ursprüngliche Ayurveda

In Sri Lanka (ehemals Ceylon) wurde die Heilkunst der Ayurveda, auch durch die Jahrtausende hinweg, ohne Unterlass praktiziert und gelehrt. Während in anderen Teilen des indischen Subkontinents das Wissen größtenteils verloren ging, oder sich mit anderen Heilkünsten vermischte.

Auch heute, ist Sri Lanka das einzige Land, in dem Ayurveda ein wesentlicher Bestandteil eines staatlichen Gesundheitssystem ist. Zwischen dem auf Sri Lanka angewandten Ayurveda und dem Ayurveda, welches in Indien praktiziert wird, zeigen sich also entscheidende Unterschiede.

In Betrachtung der Geschichte lässt sich somit sagen, dass man auf Sri Lanka das „Klassische Authentische Ayurveda“ kennenlernen kann. Die zentrale Botschaft dieser „Lebenslehre“ lautet, die Gesundheit, Vitalität und Lebensfreude bis in hohe Alter zu bewahren.

Die Philosophie des Ayurveda

Die „Gründerväter“ des Ayurveda beschränkten sich nicht nur darauf Krankheiten zu heilen. Im Ayurveda geht es darum, das allumfassende Wissen und die allumfassende Weisheit, welches die Weisen des Altertums der Menschheit hinterlassen haben, als ganzheitliches Lebenskonzept umzusetzen.

Die ayurvedische Medizin basiert auf einer Philosophie, die auf die Eigenschaften des Universums und der Natur eingeht. Sie geht davon aus, dass der Mikrokosmos = Individuum, sowie der Makrokosmos = Universum, in ihrer Zusammensetzung absolut identisch sind. Ein universelles Medizinsystem, welches den Kosmos und das Universum in seiner Vielfältigkeit und seinen Abstufungen von der gröbsten Materie bis zu den feinsten Energien erfasst, das kann vor allem auch den Menschen auf seiner feinstofflichen Ebene und seiner seelischen Daseinsform erfassen.

Das Verständnis für die großen Dimensionen und größeren Zusammenhänge macht die allumfassende Philosophie des Ayurveda verständlicher, und lässt erahnen, warum die Ayurveda-Medizin auf alle Fragen eine Antwort hat. Als das älteste medizinisch-wissenschaftliches System der Welt, besitzt die Ayurveda Medizin auch eine lange Tradition an klinischer Erfahrung.

Die Doshas und Ayurveda-Typen

Die Doshas sind die zentrale Grundlage für das Verständnis des Ayurveda. Doshas, sind die drei unterschiedlichen „Bioenergien“ – Vata, Pitta und Kapha, mit denen jeder Mensch geboren wird. Diese drei Doshas steuern die geistigen und körperlichen Funktionen eines Menschen und entscheiden über die individuellen körperlichen Anlagen und deren Verfassung, sowie die psychische Struktur eines Menschen.

Jeder Mensch wird also mit ganz individuellen Anteilen aus den drei Doshas geboren, dem sogenannten Prakriti, welches sich wiederum aus dem beider Elternteile und weiteren Faktoren ergibt. Der Zustand des Prakriti ist zum Zeitpunkt der Geburt eines jedem Menschen im Idealzustand. Im Verlaufe des Lebens kann sich der Zustand des Prakriti, durch beispielsweise falsche Ernährung, schlechte Lebensgewohnheiten, krankmachende Umwelteinflüsse, oder psychischen und physischen Stress aus dem Gleichgewicht geraten, wodurch der Boden für Krankheiten geschaffen ist.

Diesen Zustand, der aus dem Gleichgewicht geratenen Doshas nennt man Vikriti. Im Ayurveda geht man davon aus, dass alle Krankheiten ihren Ursprung im Ungleichgewicht der drei Doshas (Bioenergien) haben. Die Doshas spielen bei psychischen, und sowohl auch bei physischen Erkrankungen eine zentrale Rolle.

Das Bestreben im Ayurveda ist nun, die Bioenergien wieder auszugleichen, den Krankheitsprozess zu neutralisieren, und den Idealzustand des Prakriti wieder herzustellen und zu erhalten.

Ayurveda
Ayurveda – das Wissen vom Leben (Bild: WerbeFabrik – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Das Vata Dosha – das Prinzip der Bewegung

Vata setzt sich aus den Elementen Äther und Luft zusammen. Es ist eng mit dem Nervensystem vernetzt, und regelt die Aktivität des Geistes und der Sinnesorgane. Es wirkt auf die Gedanken und Bewegung des Atems. Das Zentrum von Vata ist hauptsächlich unterhalb des Bauchnabels, im Bereich des Dickdarms. Es ist zuständig für die Stoffwechselvorgänge, die Bewegungsabläufe in den Eingeweiden und Körperzellen, und die Verdauung.

Dem Vata-Typ werden folgenden Eigenschaften zugeordnet

  • hat eine feine Wahrnehmung, spricht schnell, hat ein sprunghaftes Denken
  • mag Veränderungen, ist reiselustig, und geht gern unerforschte Wege
  • hat eine trockene Haut und feines Haar, und einen schnellen Stoffwechsel
  • friert leicht, speziell an Füßen und Händen
  • hat eine Abneigung gegen windiges und kaltes Wetter
  • geistig sehr beweglich, wissensdurstig, begeisterungsfähig, lebensfroh
  • neigen dazu die Dinge leicht zu nehmen, ist kreativ

Das Leitmotiv des Vata-Types ist die „Wechselhaftigkeit“. Menschen mit einem hohen Vata-Anteil beginnen viele Dinge mit großer Begeisterung und Euphorie, verlieren aber relativ schnell wieder das Interesse, oder das Ziel aus den Augen. Sie können sich schwer entscheiden, sind immer auf der Suche, und langweilen sich schnell.

Schlägt die Vata-Energie negativ aus, so zeigt sich das in Hoffnungslosigkeit, Unzufriedenheit mit der Lebenssituation und fehlenden Mut neue Wege einzuschlagen. Dann neigt der Mensch zur Melancholie, nimmt die Dinge sehr schwer, ist ängstlich und unsicher.

Vata ist führend unter den drei Doshas. Gerät ein Dosha aus dem Gleichgewicht, zeigt das Vata Dosha als erstes die frühen Anzeichen einer Erkrankung. Ist das Vata Dosha im Gleichgewicht, sind es in der Regel auch Kapha und Pitta. Vata ist die Basis unserer Balance, darum ist die Ausgeglichenheit dieses Dosha von besonderer Bedeutung.

Ernährungstipps für den Vata-Typ:

Im allgemeinen ist Stoffwechsel des Vata-Typ sehr aktiv, die Verdauungsarbeit jedoch wechselhaft. Auch in der Ernährung mag der Vata-Typ keine Routine. Jedoch sind unregelmäßige Essgewohnheiten, Stress, und fremde Umgebungen, oft ursächlich für Verstopfungen und Völlegefühl, Blähungen und nicht selten auch kolikartige Verdauungsbeschwerden.

Auf schwer verdauliche Lebensmittel, wie beispielsweise Hülsenfrüchte, Kohl, Pilze, und Paprika sollte verzichtet werden. Rohkost, und vor allem auch kalte Speisen, und kalte Getränke, wirken dem allgemeinen Wohlbefinden und der stabilen Verdauung eines Vata-Typen entgegen. Empfehlenswert sind leicht verdauliche Lebensmittel, cremige Suppen, Gemüseeintopfe, und Gewürze wie Ingwer, Curcuma, Fenchel, Anis und auch Zimt. Da der Vata-Typ leicht friert, sollte er wärmende Speisen bevorzugen.

Eine regelmäßige Ernährung, und am besten auch keine Mahlzeiten nach 18 Uhr, sowie eine angenehme, entspannte Atmosphäre, und eine allgemein gesunde und harmonische Lebensführung, helfen Verdauungsbeschwerden vorzubeugen, und erhöhte Vata-Energie zu dämpfen.

Da sich Vata-Beschwerden durch eine angriffene und instabile Gesundheit, ein geschwächtes Immunsystem, trockene und rauhe Haut, gerade oft in der kalten Jahreszeit zeigen, helfen neben regelmäßiger bewußter Ernährung, auch wärmende Bäder, Massagen mit Sesamöl, und beispielsweise auch Saunieren, um zum natürlichen Gleichgewicht zurückzufinden.

Ayurveda
Die Schönheit des Lebens erkennen und genießen (Bild: Devanath – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Das Pitta Dosha – das Stoffwechselprinzip

Pitta hat als Grundlage das Element Feuer, was in diesem Energieprinzip für Hitze und die Erzeugung von Wärme steht. Ihm zugeordnet sind die Geschlechtsorgane und der Sehsinn, also die Augen. Pitta ist im Magen, im Dünndarm, und im Zwölffingerdarm angesiedelt.

Dem Pitta-Typ werden folgende Eigenschaften zugeordnet

  • setzt sich hohe Ziele, ist sehr ehrgeizig, neigt zur Unzufriedenheit
  • arbeitet sehr organisiert und systematisch
  • übernimmt gerne die Führung, bestimmt die Dynamik und schafft Bewegung
  • ist kraftvoll, überwindet leicht Hürden, löst zugig Probleme
  • scheut keine Mühe, packt die Dinge an
  • mutiger und unternehmenslustiger Charakter
  • präzise und genau, neigt zur Perfektion,
  • hohe Intelligenz, und große Willenskraft
  • Neigung zur Ungeduld, ärgert sich schnell
  • neigt zur Aggression, Reizbarkeit und cholerischen Anfällen
  • hat eine starke Ausstrahlung und Charisma
  • schießt oft übers Ziel hinaus, hat fanatische Züge
  • hält sich gern in der Natur auf, liebt Meer und Berge
  • braucht Sport, und Wettkampf um sich wohl zu fühlen
  • großer Hunger, und gute Verbrennungsenergie

Menschen mit einem hohen Anteil an Pitta haben einen hohen Erfolgsanspruch an sich und andere. Sie haben ein Gespür für Unzulänglichkeiten, und sind oft ungeduldig und gnadenlos mit Mitmenschen, die weniger hohe Ziele anpeilen, oder weniger schnell vorankommen. Sie dulden keine Fehler, neigen zur Intolleranz, und Stress spornt sie nur noch mehr an.

Der Umgang mit ausgeprägten Pitta-Typen kann für andere eine Herausforderung sein. Oft empfindet sich das Umfeld wenig wertgeschätzt, kritisiert und überfordert. Um sich nicht selbst zu verzehren, braucht die feurige Energie im Pitta die richtige Qualität und das richtige Maß an „Brennstoff“. Der Brennstoff sollte aus geistig anspruchsvollen Aufgaben bestehen, und aus körperlichen Aktivitäten. Viel Sport, am besten sind Sportarten, wo es im Wettkampf mit anderen auch etwas zu gewinnen gibt.

Wenn der Körper bei sportlichen Aktivitäten schwitzt, und sich ein wärmendes Gefühl von Vitalität und Kraft ausbreitet, bringt das dem Pitta-Typ Zufriedenheit. Dadurch lassen sich auch negative Emotionen und Impulse abbauen.

Höchstleistungen zu erbringen, der Beste sein zu wollen, ist in allen Lebensbereichen für den Pitta-Typ Ansporn und Erfüllung zugleich. Mit seiner positiven Pitta-Energie kann er andere mitreißen und begeistern, und auch hochgesteckte Ziele erreichen. Schlägt die Pitta-Energie negativ aus, so zeigt sich das in Eifersucht, Missgunst, Hass und Stolz.

Ernährungstipps für den Pitta-Typ:

Der Pitta-Typ hat in der Regel eine sehr gute Verdauungsenrgie, einen guten kräftigen Hunger und meist auch eine robuste Gesundheit. Kommt die Pitta-Energie aber aus dem Gleichgewicht, zeigt sich das durch Sodbrennen, Magenbeschwerden und Durchfall. Die aufgenommene Nahrung kann nicht ausreichend verwertet werden, was in Folge dessen, zu einem Mangel an Nähr-und Vitalstoffen führt.

Um das Verdauungssystem wieder zu regenerieren, sollten zu aller erst, alle sauren und scharfen Speisen, sauren Früchte wie Ananas, Zutrusfrüchte, und auch die Magenschleimhaut reizende Gewürze wie Chilli, Zwiebel, Knoblauch, oder auch Meerrettisch gemieden werden. Statt dessen sollten vitalstoffreiche Speisen, Gemüse und Salate auf dem Speiseplan stehen. Die Mahlzeiten sollten klein gehalten, und sehr gut gekaut und eingespeichelt werden. Um das Pitta-Dosha wieder in die natürliche Banlance zu bringen, sollte auf alkoholische Getränke und Kaffee verzichtet werden.

Eine wichtige Rolle als Heilmittel im Ayurveda spielt Ghee, auch reines Butterfett genannt. Ghee ist wohlschmeckend, verfeinert die Speisen, reguliert überschüssige Säure im Körper, und mindert nervöse Zustände. Ebenso helfen süße und bittere Gewürze wie beispielsweise Rosmarin, Wacholder, Zimt, Anis, Sesam, Koriander oder auch Oregano.

Achten Sie auf ausreichende Entspannung und einen guten erholsamen Schlaf. Lernen Sie Entspannungstechniken, beispielsweise auch effektive Atemübungen zum Stressabbau. Machen Sie Sport zum Ausgleich gegen innere Anspannung. Ziehen Sie sich auch mal zurück, und versuchen Sie mehr Toleranz zu üben, und die Dinge mit größerer Gelassenheit anzugehen. All das wird Ihnen dabei helfen Ihr natürliches Gleichgewicht wieder zu erlangen.

(Bild: Myriams-Fotos – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Die Natur-Schönheiten des Lebens geniessen (Bild: Myriams-Fotos – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Das Kapha Dosha – das Strukturprinzip

Kapha besteht aus den Elementen Wasser und Erde. Das Grundprinzip ist Trägheit. Es steht für das Fürsorgliche, Nährende, das Mütterliche, für Stabilität, und ist auf körperlicher Ebene für den Flüssigkeitshaushalt, die Körperstruktur, und die Unterstützung der natürlichen Abwehrkräfte zuständig. Das Element Erde bedeutet hier Stabilität und Festigkeit.

Das Element Wasser steht für Flüssigkeit und stellvertretend für den Geschmacksinn, Gaumen und Zunge. Kapha sitzt in der Brust und im oberen Teil des Magens. Kapha ist die aufbauende, bewahrende, und feste Struktur in uns. Auf körperlicher Ebene zeigt sie sich durch eine stabile Körpergliederung, und wirkt sich auf das Lymph-und Immunsystem aus. Die Psyche betreffend, ist Kapha der Bereich in uns, welcher für Frieden und Harmonie, innere Ruhe und Stabilität steht.

Kapha lässt uns die Schönheiten des Lebens erkennen und genießen. Menschen die einen größeren Anteil Kapha-Ernergie in sich tragen, wirken oft etwas träge und bedächtig, sind aber tatsächlich zäh und ausdauernd. Sie erreichen ihre Ziele durch Beständigkeit und Durchhaltevermögen. In der indischen Kultur schätzt man Kapha, gerade wegen dieser Eigenschaften, als jene Kraft, welche den Menschen langfristig erfolgreich und zufrieden macht.

Dem Kapha-Typ werden folgende Eigenschaften zugeordnet

  • geht Dinge langsam, wohlüberlegt und methodisch an
  • schätzt Familienleben, eine beständige Partnerschaft und Traditionen
  • hat große Ausdauer und Stärke, mag keine überstürzten Entscheidungen
  • hat eine beständige, ruhige Persönlichkeit, und Standfestigkeit
  • hat eine große Emphatie mit anderen, ist hilfsbereit und unterstützend
  • spontane Änderungen und Neuerungen wecken Mißtrauen
  • ist ein treuer Freund, steht zu seinem Wort, hält was er verspricht
  • ist schwer aus der Ruhe zu bringen, sehr geduldig mit anderen
  • bewegt sich nicht so gerne

Überwiegen die Kapha-Anteile in einem Menschen wird er phlegmatisch, ist schwer zu Aktivitäten zu bewegen, das aktive Leben wird ihm zu anstrengend. Das kann zur Isolation und Vereinsamung führen. Ist das Kapha zu stark ausgeprägt, neigen diese Menschen zu ungesunder Lebensweise, und zu Übergewicht.

Der Kapha-Typ an sich, braucht, mehr als der Vata-oder Pitta-Typ, diese Phasen des Rückzuges für seine innere Balance. Er ist gern allein, und trägt Konfliktsituationen lieber erst einmal mit sich selbst aus. Diese Phasen der Erholung sind ganz normal für einen Kapha-Typ.

Kippt die Kapha-Energie ins Negative kann sich so ein emotionaler Rückzug in eine Depression steigern. Der Mensch kapselt sich dann komplett ab, geht Kontakten aus dem Wege, und vermeidet jeglichen Austausch mit anderen. Um wieder zu einem aktiven Leben zu finden, ist es für Kapha-Persönlichkeiten stimulierend sich vor allem mit ihren natürlichen Vorlieben für Kultur, Sprachen, Kunst und Psychologie zu befassen. Unternehmungen mit anderen Menschen können auch anregend wirken.

Ernährungstipps für den Kapha-Typ:

Der Kapha-Typ ist ein Genuss-Mensch, hat aber leider eine eher träge Verdauungsenergie. Nach dem Essen fühlt er sich oft schwerlastig und müde. Leidet er an Übergewicht, hat er es besonders schwer sein Gewicht zu reduzieren, da er sich nur sehr ungern von seinen geliebten Gewohnheiten trennt.

Stress, Unzufriedenheit und innere Anspannung, werden regelmässig mit kulinarischen Genüssen reichlich kompensiert. Das Ergebnis ist andauernde Müdigkeit, trotz ausreichendem Schlaf, und oft auch Depressionen.

Um einen Überschuß an Kapha-Energie auszugleichen, ist es sehr empfehlenswert alle schweren, salzigen, süßen und gebratenen Speisen wegzulassen. Warme, leicht verdauliche, scharf gewürzte Speisen, regen den Stoffwechsel und die Verdauung an.

Besonders zu empfehlen sind Gewürze wie, Knoblauch, Curcuma, Ingwer, Chilli, Koriander, und Kreuzkümmel. Bittere Gemüsesorten wie Rosenkohl, Chicorée, Artischocken und Spinat sind sehr geeignet. Vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten und nehmen Sie möglichst nur zwei Mahlzeiten am Tag ein.

Hilfreich ist reichlich Bewegung an frischer Luft. Spazierengehen, Walken, Joggen, Schwimmen, Yoga und auch Saunieren hilft die Balance und körperliche Vitalität wieder zu erlangen. Aktivurlaub, und körperliche Anstregungen werden angeraten.

Ayurveda
Ayurveda – das Wissen vom Leben (Bild: TanteTati – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Allgemeine Erährungsempfehlungen im Ayurveda

  • Nur essen, wenn man tatsächlich Hunger verspürt.
  • Zwischen den Mahlzeiten ausreichend Pause (mindesten vier Stunden) für die Verdauungsarbeit einräumen.
  • Die Hauptmahlzeit zur verdauungsstärksten Zeit, am Mittag, einnehmen.
  • Sich nicht übersättigen, sondern nur soviel essen, bis der erste Hunger gestillt ist.
  • Nie in Eile, hastig oder in gestresster Gemütsverfassung essen.
  • Der eigenen Konstitution, sowie der Jahreszeit und Region konforme frische Lebensmittel essen.
  • Wenn man durstig ist am besten Kräutertee, oder lauwarmes abgekochtes Wasser trinken.

Schon der griechische Arzt Hippokrates sagte: „Eure Nahrung soll Euer Heilmittel sein, Euer Heilmittel soll Eure Nahrung sein.“ Schon er wußte, vor hunderten von Jahren, welchen Einfluß die Nahrung auf unsere physische und psychische Gesundheit hat.

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