Avocado – einfach lecker und gesund!

Es gibt viele Gründe um auf Avocado nicht zu verzichten

Avocado
Die Avocado ist bei uns auch als "Butterbirne" bekannt (Bild: Meditations - Pixabay.com - CC0 Public Domain)

Die Avocado wird botanisch der Familie der Lorbeergewächse zugeordnet. Ihren Ursprung hat diese Frucht, welche auch unter der Bezeichnung „Butterfrucht“ oder „Alligatorbirne“ bekannt ist, in Mexiko. Dort werden Avocados schon seit vielen Tausend Jahren kultiviert und vielseitig genutzt. Im Mittelmeerraum wird die Avocado erst seit Beginn des 20. Jahrhundert, vor allem in Südspanien, angebaut.

Wo wächst die Avocado

Die Avocado wächst an bis zu 15 Meter hohen Bäumen, welche mit ihrem üppigen Laub, auch an Walnussbäume erinnern. Die Avocadobäume sind immergrün, wachsen sehr schnell, und vor allem in warmen trockenen Regionen. Die Früchte reifen niemals am Baum aus, sondern fallen, ohne gepflügt zu werden zu Boden, und reifen dann schnell nach.

Die Größe der Frucht, kann von der einer Birne, bis zur Größe eines Baseballs variieren. Allerdings werden die großen Avocadofrüchte, auf Grund von zu geringer Nachfrage, und zu kurzer Lagerfähigkeit, in Europa kaum gehandelt.

Worauf sollten Sie beim Kauf einer Avocado achten

Im Anbau werden die Früchte, sobald sie eine handelsfähige Größe erreicht haben, unreif geerntet. Sie werden ganzjährig auf dem europaischen Markt gehandelt, vor allem die Sorten „Fuerte“ und „Hass“ (benannt nach dem Kalifornier Rudolf Hass).

Die Avocado wird im Handel grün, noch unreif und hart, zum Kauf angeboten. Diese Früchte können sie jedoch bedenkenlos kaufen, da die Avocado, bei Zimmertemparatur gelagert, relativ zügig nachreift.

(Bild: Unsplash - Pixabay.com - CC0 Public Domain)
Die Sorte „Fuerte“ wie sie im Handel angeboten wird (Bild: Unsplash – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Wann ist die Avocado reif?

Der Nachreifeprozeß dauert meist nur wenige Tage, kann aber auch beschleunigt werden, indem Sie die Frucht zusammen mit Äpfeln lagern. Reif ist die Frucht, sobald die Schale dunkler wird, etwas an Glanz verliert, und die Frucht auf leichten Fingerdruck etwas nachgibt. Bei der Sorte „Hass“ wird die Schale, sobald die Frucht ausgereift ist, meist sogar schwarz, was aber kein Zeichen von Verderb ist.

Ist die Avocado reif, können sie die Frucht längs aufschneiden, drehen Sie dann ganz einfach die Hälften in entgegengesetzte Richtung, und schon teilt sich die Frucht mittig. Der Kern lässt sich leicht lösen. Das grüngelbe bis goldgelbe Fruchtfleisch ist weich, und von einer cremigen Konsistenz. Sie können es mit einem Löffel leicht aus der Schale heben.

Sollten Sie die Avocado nicht sofort verzehren wollen, empfiehlt sich die Zugabe von etwas Zitronensaft, da sich das Fruchtfleisch sonst, durch die Oxidation mit Sauerstoff, dunkel verfärbt. Die im Zitronensaft enthaltene Ascorbinsäure wirkt diesem Prozess entgegen.

Die Verwendung in der Küche

Je nach Sorte und Anbautechnik, enthält die Avocado viele wichtige Mineralstoffe wie, Vitamin A, Vitamin E, Kalium, Aminosäuren und vor allem einfach ungesättigte Fettsäuren, welche uns lange satt machen. Darum sind die Früchte nicht nur super lecker, sondern auch gut für die schlanke Linie.

Auch wenn die Avocado pro 100 Gramm circa 23 Gramm Fett aufweist, handelt es sich um das „gute“ Fett, nämlich die einfach ungesättigtsen Fette. Die Avocado ist, wie auch die Olive, eine der fettreichsten Früchte überhaupt. Gesunde Fette wie das der Avocado, oder auch das von Nüssen und Mandeln sind langsam verbrennende Energielieferanten und helfen uns sogar, bei dem Vorhaben Gewicht zu reduzieren.

Avocado
Avocado im Salat – einfach lecker (Bild: ischaap – Pixabay.com – CC0 Public Domain)

Die Avocado süß oder herzhaft zubereiten

Es gibt viele leckere Möglichkeiten Avocados in unserem Speiseplan zu integrieren. Da die Frucht verzehrfertig ist, ist die Zubereitung auch ganz simpel, und zeitsparend. Schneiden Sie die Avocado beispielsweise ganz einfach in Ihrem Salat. Oder bereiten Sie sich mit der Avocado eine leckere Salatdressing zu.

In etlichen wissenschaftlichen Studien wurde inzwischen nachgewiesen, dass einfach ungesättigte Fettsäuren, wie die der Avocado, nicht als Körperfett gespeichert werden. Die sogenannten „gesunden Fette“ dienen dem Körper als langfristige Ernergiequelle. Sie machen länger satt, und bremsen das schnelle Hungergefühl, und die Heißhungerattaken, wie sie nach dem Verzehr von raffinierten Kohlenhydraten, und prozessierten Lebensmitteln, auftreten.

Avocado-statt Butterbrot

Wer zum Beispiel gern Butterbrot mag, kann die Butter gegen Avocado austauschen. Mindestens genau so lecker, nur dazu noch richtig gesund. Eine andere leckere Zubereitungsmöglichkeit ist die Avocadocreme. Dazu zerdrücken, oder pürieren Sie einfach das reife Fruchtfleisch, fügen Ihre Lieblingsgewürze, und Kräuter hinzu, und fertig.

Avocado dip
Avocadocreme als Brotaufstrich, oder zum dippen (Bild: Romi – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Die Avocadocreme eignet sich zum dippen, als Brotaufstrich, oder beispielsweise auch als Füllung von Tomaten. Sollten Sie die Avocadocreme nicht sofort verzehren wollen, denken Sie daran, als Antioxidationsmittel etwas Zitronensaft hinzuzufügen, damit diese sich nicht braun verfärbt.

Bei der warmen Speisenzubereitung sollte man allerdings darauf achten, die Frucht nicht zu lange zu erhitzen, da sie sonst Bitterstoffe freisetzt, und das Gericht ungenießbar werden könnte.

Die Avocado mit hohem Nährwert

Die Avocadofrucht wird, wegen ihrer vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten, und nicht zuletzt, wegen ihres Nährwertes, auch in der veganen Küche hoch geschätzt. In der südamerikanischen, und auch asiatischen Küche wird Avocado sehr gern auch in Süßspeisen, oder auch als Eis, und in Shakes verarbeitet.

Avocadodesserts
Avocado in Süßspeisen verarbeitet – lecker (Bild: sharonang – Pixabay.com – CC0 Public Domain)
Wer gern Smoothies mag, kann die Frucht dem Gemüse, oder Obst-Smoothie beifügen. In Neuseeland und Australien, werden die Sandwiches, unter anderem, reichlich mit Avocadoscheiben belegt. Bei den südamerikanischen Indianern, wird die Frucht auch zur Herstellung eines alkoholischen Getränkes dem „Abacate“ verwendet. Und natürlich auch in der japanischen Küche werden Avocados vielfältig verarbeitet, nicht nur in den beliebten Sushi.

Die Verwendung in der Kosmetik

Aus den reifen Avocadofrüchten wird ein Öl gewonnen, welches vor allem in der Kosmetik- und Pharmaindustrie Verwendung findet. Den Überlieferungen nach, wurde dieses bereits von den Azteken hoch geschätzt. Das Avocadoöl enthält hochwertige Fette und für die Haut wichtige Vitamine, was vor allem für die Pflege und Regeneration von trockener Haut sehr wertvoll ist.

Die Omega-9 Fettsäuren lindern zudem Reizungen und Rötungen der Haut, und unterstützen die Zellerneuerung. Sie finden Avocadoöl in Cremes, Seifen, Lotionen, und auch in verschiedenen Haarpflegeprodukten.

Die Avocado kann noch mehr zu unserer Gesundheit beitragen

Arthritis, die häufigste Form der Gelenkentzündung die – rheumatoide Arthritis – ist eine sehr schmerzhafte, in Schüben auftretende Erkrankung, von der Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind. Die richtige Ernährung kann der Entstehung der Erkrankung vorbeugen, und auch die Ausprägung der Symptome und den Verlauf der Krankheit wesentlich positiv beeinflussen.

Der Konsum von chemisch prozessierten Fetten und Ölen, begünstigen die Entwicklung von Arteriosklerose, welche durch entzündliche Prozesse und Veränderungen der Gefässe hervorgerufen wird.

Die einfach ungesättigten Fette der Avocado, Vitamin A, Vitamin E, Vitamin C, die Folsäure, die Karotenoide und die Phytosterole hingegen, spielen eine wichtige Rolle für unsere Gesundheit. Die enzündungshemmenden Eigenschaften der Avocado, helfen die entzündlichen Prozesse der Arthritis abzumildern, und vorzubeugen.

Avocado ist nicht zum Verzehr für Tiere geeignet

Wegen des in der gesamten Frucht enthaltenen Toxin Persin, sollten Tiere keine Avocados gefüttert bekommen. Das Persin ist für Menschen unbedenklich, für manche Tiere allerdings, beim Verzehr größerer Mengen, giftig.

Für die Nutzung unseres Online-Portals informieren Sie sich bitte über die Nutzungsbedingungen.
Über Redaktion 39 Artikel
Gesundmag.de ist ein Online-Magazin rund um die Themen Medizin, Gesundheit, Fitness, Ernährung, Wellness und Familie.

2 Kommentare

    • Hallo Sina,

      ja, manche meinen auch Avocada hat wenig Eigengeschmack. Probiere mal Avocado als Butterersatz. Also schön zerdrückt mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen, oder was Du sonst so magst. Echt lecker auf einem Stück frischen knusprigen Brot. Und dabei sehr gesund!

      Beste Grüße aus der Redaktion

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*